Dresdner Bäder zeigen die Toten Hosen an

Dresden - Der nächtliche Ausflug der Punkrock-Band "Die Toten Hosen" in das benachbarte Georg-Arnhold-Bad hat Konsequenzen. Die Dresnder Bäder GmbH erstattet Anzeige wegen Hausfriedensbruch.

Nach ihrem Konzert im Dynamo-Stadion verschaffte sich die Band in der Nacht zum Sonntag unerlaubt Zutritt ins Freibad. Im Internet kursiert ein Foto. Das zeigt Sänger Campino mit einer Flasche in der Hand und zwei Frauen in seinem Arm am Rande des Schwimmbeckens.

Die Aktion war nicht mit der Dresdner Bäder GmbH abgesprochen. „Uns bleibt nichts anderes übrig, als Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu erstatten. Einen Sonderstatus dürften Hosen-Sänger Campino & Co. nicht erwarten. Das Unternehmen macht keinen Unterschied zwischen Prominenten und Unbekannten.", erklärt Geschäftsführer Matthias Waurick.

© Facebook (Die Toten Hosen; Bastian Bochinski)

Auf welchem Weg die Toten Hosen vom Stadiongelände in das Georg-Arnhold-Bad gelangt sind, wird Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sein. Eine erste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass im Freibad selbst keine Schäden verursacht wurden.

Sicher hätten sich auch einige Fans über eine Abkühlung gefreut. Für ihr Konzert in Dresden hatten die Toten Hosen gleich drei prominente Vorbands im Gepäck, die dem feierwütigen Publikum schon ab dem frühen Abend einheizten. Mit Schmutzki, Feine Sahne Fischfilet und den Broilers kam im ausverkauften Dresdner Stadion schon beinahe Festivalstimmung auf. Als dann die Toten Hosen im Laufschritt die Bühne eroberten, kannte die Euphorie der Zuschauer kein Halten mehr. Zu Klassikern wie „Hier kommt Alex“ und Hits aus der aktuellen Platte „Laune der Natur“ feierte Dresden die Punkrock-Urgesteine. Über zwei Stunden performte die Band und verabschiedete das Publikum nach mehreren Zugaben in einem Konfettiregen.