Dresdner Düsenjet „152“ im Flughafen Dresden umgesetzt

Dresden – Präzisionsarbeit im Westschiff des Flughafens Dresden. Am Mittwoch haben insgesamt 18 Bergungsexperten der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle den Rumpf einer B152 DDR versetzt.

Als letzter verbliebender Zeuge des DDR-Flugzeugbaus wird das Relikt vergangener ostdeutscher Luftfahrtpionierzeiten vom Verkehrsmuseum Dresden gepflegt. Das größte Exponat in der Sammlung des Museums ist auch über Sachsen hinaus von historischer Bedeutung. Die Produktion des Fliegers in den VEB Flugzeugwerken Dresden wurde Anfang der 60er Jahre nach einem niemals vollständig aufgeklärten Absturz eines Prototypen bereits nach knapp zwei Jahren wieder eingestellt: Der Mythos der „152“ als Stück DDR-Historie blieb jedoch erhalten. Für die Drehung des 30 Meter langen und mehrere Tonnen schweren Rumpfs benötigten die Experten einiges an Fingerspitzengefühl, um Schäden zu vermeiden. Auch für den Flughafen war das Manöver nicht alltäglich. Die Baade 152 war das erste deutsche Verkehrsflugzeug mit Düsenantrieb. Am 4. Dezember 2018 jährt sich der Erstflug der Maschine zum 60. Mal.