Dresdner Eislöwen auch gegen Rosenheim ohne Erfolg

Vor 1789 Zuschauern haben die Dresdner Eislöwen gestern nach einer insgesamt wenig überzeugenden Vorstellung die Partie gegen die Starbulls Rosenheim mit 0:4 (0:1; 0:2; 0:1) verloren. +++

Die Eislöwen bleiben zum wiederholten Mal ohne eigenen Treffer. Zudem wurde Torhüter Alec Richards mit einer Matchstrafe sowie Verteidiger Gregor Stein mit seiner dritten Spieldauerdisziplinarstrafe belegt.

Die Gäste waren von Beginn an das aktivere Team und nutzten ihr erstes Überzahlspiel um in Führung zu gehen. Michael Rohner bekam den Puck an die blaue Linie gespielt, sein Schuss prallte an den Pfosten und von dort ins Tor. Auch danach kamen die Eislöwen nicht dazu ihr Spiel aufzuziehen. Die Starbulls standen kontrolliert und setzten sich häufig  im Dresdner Drittel fest. Etliche Strafzeiten gegen die Hausherren verhinderten weitere Aktionen nach vorn.

Auch im Mittelabschnitt bestimmten die Gäste das Spiel und zeigten, wie es gehen kann. Michael Rohner (31.) konnte aus dem Konter heraus erneut seinen Schuss an den Pfosten setzen, der Puck sprang ins Tor. Zwei Minuten später hatte Matthew Caruana (32.) mit einem Bauerntrick Erfolg. Eine Auszeit nach dem dritten Treffer ließ die Eislöwen zwar aktiver auftreten, aber sie waren weit davon entfernt, den Bayern gefährlich zu werden. Die größte Chance vergab Sami Kaartinen, der allein vor Goalie Pasi Häkkinen scheiterte.

Zum letzten Drittel kamen die Dresdner wacher aus der Kabine und hatten nun durchaus Möglichkeiten selbst zum Torerfolg zu kommen. Allerdings sorgte Gregory Squires (44.) in eigener Unterzahl mit dem vierten Tor der Gäste bereits für eine Vorentscheidung. Ein Treffer, der für hitzige Diskussionen sorgte, da nicht eindeutig geklärt wurde, wann der Puck hinter der Linie war. Schiedsrichter Seckler gab den Treffer dennoch. Eine Entscheidung, die Torhüter Alec Richards derartig erboste, dass er sich emotionsgeladen seines Arbeitsgerätes entledigte. Diese Aktion bestrafte Seckler mit einer Matchstrafe. Das Strafmaß muss nun verhandelt werden, die Spanne reicht von einem bis zu sechs Spielen Sperre.
 
Christian Hacker übernahm nun den Platz zwischen den Pfosten und konnte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Die Eislöwen agierten mit gehörig Wut im Bauch, auch das Spiel an sich wurde immer aggressiver und verbissener. Die Anspannung entlud sich in der 53. Minute in einem Faustkampf zwischen Gregor Stein und Fabian Zick. Beide Kontrahenten wurden zum Duschen geschickt, da es aber für den Dresdner Verteidiger die dritte Spieldauerdisziplinarstrafe war, ist er für das nächste Spiel gesperrt. In den letzten Spielminuten hatten die Eislöwen mehrmals die Chance für den Ehrentreffer auf der Kelle, scheiterten aber entweder am Rosenheimer Torhüter oder an der eigenen Ungenauigkeit.

„Es war dramatisch, wie heute Unsicherheit und Ängstlichkeit in der Mannschaft waren“,  sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. „Wir kamen nicht in die Phase, dass wir eben mal dieses eine Tor reinprügeln. Für mich ist aber das Thema, dass wir erst im letzten Drittel nach dem vierten Tor wirklich wach geworden sind. Erst dann haben wir gesagt: Wir gehen auf den Körper, wir verteidigen unseren Torhüter und liefern einen Fight. Wenn es spielerisch nicht läuft, musst man Aggressivität reinbringen.“

Quelle: Dresdner Eislöwen

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