Dresdner Eislöwen entscheiden das Derby für sich

Die Dresdner Eislöwen haben das Sachsenderby am Dienstag gegen die Lausitzer Füchse mit 4:2 (1:0; 1:1; 2:1) für sich entschieden. +++

Dabei gelangen dem Popiesch-Team die Tore zum rechten Zeitpunkt. Außerdem waren die Dresdner auch im Powerplay erfolgreich. Thomas Ziolkowski konnte sich zudem über sein erstes Saisontor freuen. Durch den Sieg verbessern sich die Eislöwen auf den neunten Tabellenrang und bleiben im Kampf um die Play-Off-Plätze im Rennen.

Beide Mannschaften begannen schnell und laufstark. Die Eislöwen versuchten das Aufbauspiel der Gäste frühzeitig zu unterbinden und prüften mit einigen guten Chancen Jonathan Boutin im Tor der Füchse. Erst ab der Hälfte des ersten Drittels hatten sich die Lausitzer besser auf das Spiel der Dresdner eingestellt. Allerdings zwangen die Hausherren durch ihr offensives Spiel die gegnerischen Akteure zu Fehlern, was Strafzeiten zur Folge hatte. In ihrem vierten Powerplay jubelten die Eislöwen bereits und auch ein Großteil der Zuschauer hatte wohl gesehen, dass sich die Scheibe augenscheinlich hinter der Linie befand und von einem Lausitzer Spieler wieder herausgeschlagen wurde. Aber HSR Krawinkel entschied auf „kein Tor“, da keiner der drei Schiedsrichter gesehen hatte, ob sich der Puck tatsächlich hinter der Linie befunden hatte. Vom Bully weg gaben die Dresdner jedoch die richtige Antwort: Carsten Gosdeck (19.) wurde perfekt angespielt und sein satter Schuss schlug unhaltbar im Füchse-Gehäuse ein.
 
Auch im zweiten Drittel blieben die Dresdner ihrer Linie treu und versuchten schon die neutrale Zone dicht zu machen. Angriffe der Gäste kamen selten durch und wenn doch, war auf Alec Richards im Tor Verlass. Ein Unterzahlspiel ab der 27. Minute konnten die Hausherren unbeschadet überstehen. Nach einem schönen Passspiel zwischen Sami Kaartinen und Patrick Jarrett spielte Letzterer auf den gerade von der Strafbank kommenden Thomas Ziolkowski. Dieser baute mit seinem ersten Saisontor die Führung seiner Mannschaft aus. Eine Schrecksekunde gab es wenig später, als Alec Richards im Torraum zu Fall gebracht wurde und kurz benommen wirkte. Er spielte weiter, konnte jedoch den Anschlusstreffer der Lausitzer durch Kevin Lavallee (34.) nicht verhindern. Danach drängten die Füchse mit aller Macht nach vorn, die Hausherren hielten jedoch dagegen und nahmen den Vorsprung mit in die Kabine.
 
Auch das letzte Drittel gingen die Eislöwen offensiv an. Wurden die ersten Chancen nicht genutzt, konnte in der 43. Minute Vollzug vermeldet werden. Patrick Jarrett hatte sich die Scheibe erkämpft und ließ im direkten Duell Torhüter Jonathan Boutin keine Chance. In der Folgezeit zeigten sich die Dresdner zweikampfstark, arbeiteten gut an der Bande und auch konzentriert am Bullypunkt. Nach wie vor war das Popiesch-Team mit gefährlichen Aktionen vor dem gegnerischen Tor aktiv. Eine Schrecksekunde gab es auch für die Gäste: Kapitän Sebastian Klenner musste verletzt vom Eis, aber auch er konnte kurze Zeit später wieder mitwirken. Die Füchse fuhren nach dieser Situation vom Bully weg einen Konter und Matt McKnight (48.) konnte den Spielstand verkürzen. Dieses Tor nutzten die Lausitzer als Weckruf und spielten nun mit viel Einsatz nach vorn. Diese Phase wurde jedoch von einer weiteren Strafe unterbrochen. In diesem Powerplay machte Sami Kaartinen (53.) kurzen Prozess und stellte nach 23 Sekunden Überzahl den alten Abstand wieder her. In den Schlussminuten warfen die Füchse noch einmal alles nach vorn und nahmen zuletzt auch ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Eislöwen konnten aber mit einer starken kämpferischen Mannschaftsleistung das Ergebnis bis zur Schlusssirene halten.
 
„Wir sind aktuell in einer Situation, in der wir den Druck haben, gewinnen zu müssen“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch und fügte hinzu: „Aber mit diesem Umstand ist die Mannschaft sehr gut umgegangenen. Nach dem zweiten Tor waren wir vielleicht ein wenig zu euphorisch. Dass Weißwasser gutes Eishockey spielen kann, haben wir im Anschluss gesehen. Die Kampfansage von Dirk Rohrbach für den Freitag nehmen wir zu 100 Prozent an, denn wir sind schon länger in der Situation, jedes Spiel mit voller kämpfersicher Leistung angehen zu müssen.“

Quelle: Dresdner Eislöwen

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