Dresdner Eislöwen: Herber Rückschlag im Kampf um die Pre-Play-offs

Mit der 1:4 (0:1; 0:0; 1:3)- Niederlage am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren haben die Eislöwen in der Freiberger Arena in Dresden das erste Duell um Platz 10 verloren. +++

Mit 1:4 (0:1; 0:0; 1:3) verlieren die Eislöwen vor 2739 Zuschauern gegen den ESV Kaufbeuren. Den Dresdnern fehlten heute die Mittel um eine gute Kaufbeurer Abwehr zu überwinden. Alexander Oblinger erzielte den Ehrentreffer für die Hausherren. 

Vor dem Spiel
Die Dresdner Eislöwen mussten heute auf Daniel Weiß (Schulter), Steve Hanusch (Gehirnerschütterung) und Kai Kristian verzichten. Dafür waren Markus Keller und René Kramer wieder mit dabei. 

1. Drittel
Nur 14 Sekunden brauchten die Eislöwen, um eine erste Duftmarke zu setzen. Dominik Bielke kam im Kaufbeurer Drittel freistehend zum Schuss, zielte aber etwas zu hoch. Die Gäste benötigten mehr Zeit um ins Spiel zu finden. In der 4. Minuten wurde es dann aber brandgefährlich vor Kellen Briggs. Der Eislöwenkapitän Patrick Jarrett verlor an der eigenen blauen Linie den Puck gegen Mike Wehrstedt. Dieser fackelte nicht lange und zog sofort ab. Wehrstedts Schuss parierte Kellen Briggs mit einem schönen Fanghandsave. Es entwickelte sich langsam ein offener Schlagabtausch mit Chancen für beide Teams. Vor allem Gästekeeper Tragust ermöglichte den Eislöwen immer wieder Chancen, wenn er den Puck nicht festhalten konnte. Die Abwehr der Jokers konnte diese Situationen aber bereinigen. Mit der ersten Strafe in der 10. Minute gegen die Jokers nahmen die Hausherren das Heft in die Hand. Die Eislöwen hatten gute Chancen, um in Überzahl in Führung zu gehen, verpassten diese aber. In der 14. Spielminute setzte Sami Kaartinen zum Alleingang an. Er lief über die rechte Angriffsseite, zog vors Tor, scheiterte aber am Schoner von Thomas Tragust. Auch eine weitere Überzahl konnten die Eislöwen nicht zum Führungstor nutzen und so waren es schließlich die Gäste, die unmittelbar nachdem sie wieder zu fünft waren, in Führung gingen. Rob McFeeters lief ins Dresdner Drittel und zog ins linke untere Eck ab und traf zum 0:1 aus Dresdner Sicht. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.    

2. Drittel
Die Eislöwen taten sich schwer ins zweite Drittel zu kommen. In der 23. Minute musste Thomas Tragust zum ersten Mal einen Schuss abwehren. Auf der Gegenseite brachten die Gäste die Eislöwendefensive mit schnellen Kontern immer wieder in Verlegenheit. Kaufbeuren agierte mit der Führung im Rücken viel sicherer als die Hausherren. In der 25. Spielminute gingen die Eislöwen wieder in eine zweiminütige Überzahl, doch es sprangen kaum Chancen heraus. Die Pässe kamen nicht mehr an und die Schüsse waren zu harmlos. Dieses Szenario setzte sich dann die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels fort. In der 35. Minute versuchte es Sami Kaartinen erneut mit einem Alleingang, doch auch er scheiterte an Thomas Tragust. Die Gäste verteidigten mit aller Macht das 1:0 und den Eislöwen fiel nur wenig ein, um die Jokers  aus dem Konzept zu bringen oder sie aus der Defensive zu locken. In der 39. und 40. Minute musste jeweils ein Eislöwen auf die Strafbank. Schon wurde es wieder gefährlich vor Kellen Briggs, doch Mike Vannelli konnte Schlimmeres verhindern, indem er sich quer vors Tor legte und somit einen Kaufbeurer Angriff abwehrte. Nach zwei Dritteln stand es weiterhin 0:1 aus Sicht der Dresdner Eislöwen.    

3. Drittel
Die Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels überstanden die Eislöwen ohne größere Probleme. In den ersten fünf Minuten kamen beide Teams kaum zu Chancen, die Eislöwen hatten aber mehr Spielanteile. Es fehlte aber an herausgespielten Angriffen und zwingenden Torschüssen. In der 46. Minute kamen die Eislöwen zu einem schnellen Konter, doch wieder war bei Thomas Tragust Endstation. Besser machten es die Gäste. Nach einem Bully vor Kellen Briggs spielte Daniel Menge an die blaue Linie zu Jakub Körner, der direkt aufs Tor schoss. Sein Schuss fälschte schließlich Petr Sikora zum 2:0 für die Gäste ab. Eine Koproduktion aus ehemaligen Dresdnern. Mittlerweile war die Führung auch verdient. Dresden hatte noch immer mehr vom Spiel, aber wer vorne keine Tore schießt, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner seine Chancen nutzt. In der 52. Minute kamen die Jokers sogar zu einem Überzahltor. Die Eislöwen wollten in Unterzahl angreifen und wurden von den Gästen ausgekontert. Daniel Oppolzer spielte vorm Tor quer auf McFeeters der zunächst an Kellen Briggs scheiterte, doch McFeeters verwertete schließlich selbst im Nachsetzen zum verdienten 3:0. Als kaum noch Hoffnung bestand, kamen die Eislöwen doch nochmal kurz zurück. Alexander Oblinger verkürzte in der 54. Minute auf 1:3, nachdem diesmal die Gästeabwehr patzte. Die Freude hielt jedoch nicht lange, denn in der 57. Minute traf Daniel Oppolzer zum 1:4 Endstand für die Gäste, nach Fehlern in der Dresdner Defensive. Auch das Herausnehmen von Kellen Briggs und eine weitere Überzahl brachten den Eislöwen kein weiteres Tor ein. Die Dresdner Eislöwen verlieren am Ende verdient.    

Fazit
Die Mannschaft mit dem größeren Willen hat gewonnen. Die Jokers waren von Beginn an im Kopf präsenter. Nach der Führung verteidigten sie clever gegen stürmende Eislöwen, die ihrerseits vor dem Tor zu ungefährlich agierten. Ein herber Rückschlag im Kampf um die Pre-Play-offs. (ka)

Quelle: Dresdner Eislöwen

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