Dresdner Eislöwen: Stadionverbot für Becherwerfer

Beim Spiel der Eislöwen gegen Riessersee wurden zahlreiche Gegenstände auf das Eis geworfen. Drei der Werfer konnten ermittelt werden und erhielten ein Stadionverbot. Die DEL hat Ermittlungsverfahren eingeleitet, der Klub muss dennoch eine empfindliche Geldstrafe erwartet. +++

Emotionen gehören zum Sport. Im Rahmen des Pre-Playoff-Spiels der Dresdner Eislöwen gegen den SC Riessersee wurden emotionale Grenzen auf den Rängen jedoch mehrfach überschritten. Aus diesem Grund hat die DEL am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen die Dresdner Eislöwen eingeleitet. Der Klub hat bereits Stellung bezogen, eine empfindliche Geldstrafe muss dennoch erwartet werden.

Die Dresdner Eislöwen haben bereits am Montag intern die Geschehnisse des Spieltags analysiert. Das Verhalten von Sicherheits- und Ordnungspersonal muss demnach selbstkritisch hinterfragt werden. Selbstkritik erwarten die Blau-Weißen allerdings auch von den eigenen Anhängern und Besuchern. „Bei allem Ärger über Entscheidungen der Schiedsrichter kann es nicht vorkommen, dass Gegenstände jeglicher Art auf das Eis geworfen werden. Das ist schlichtweg fahrlässig und widerspricht jeglicher sportlichen Einstellung. Es gefährdet die Gesundheit unserer Spieler und schadet dem Image unseres Standortes“, sagt Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel.

Zahlreiche Gegenstände wurden am Sonntag auf das Eis geworfen. Letztlich konnten aus der Masse nur drei Werfer ermittelt werden. Die Personalien wurden aufgenommen und die Personen der Arena verwiesen. Zusätzlich werden die betreffenden Personen mit einem Stadionverbot belegt. „Wir werden ein solches Verhalten nicht dulden. Parallel dazu rufen wir alle Eishockeyfans dazu auf, selbst Courage zu zeigen und künftig bei ähnlichen Vorfällen einzuschreiten statt wegzusehen“, so Schnabel.

Sportlich wird es am Dienstagabend ernst für die Eislöwen. Im letzten Spiel der Pre-Playoffserie treten die Dresdner Eislöwen am Dienstag, 10. März um 20 Uhr beim SC Riessersee an.

Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch muss bei der entscheidenden Partie in Garmisch-Partenkirchen auf den Einsatz von Stefan Chaput verzichten. Der Stürmer wurde im Spiel gegen den SCR am Sonntag in der 31. Minute wegen eines Checks gegen den Kopf oder Nacken mit einer Matchstrafe belegt. Nach einem Ermittlungsverfahren hat der DEL-Disziplinarausschuss am Montag eine Sperre von zwei Spielen sowie eine Geldstrafe verhängt. Die Dresdner Eislöwen haben diese Entscheidung des Disziplinarausschusses kritisch hinterfragt, nach mehreren Schriftwechseln letztlich jedoch alternativlos akzeptiert.

Quelle: Dresdner Eislöwen