Dresdner Eislöwen: Unglückliche Niederlage in Ravensburg – Interview mit Rene Kramer

Die Eislöwen führten am Sonntag nach dem ersten Drittel bereits mit 0:3, verspielten diese aber im zweiten Drittel. In der Verlängerung konnten sie nach dem Penaltyschießen gegen die EVR Tower Stars mit 6:5 nicht überzeugen. +++

Vor dem Spiel

Die Eislöwen mussten erneut auf Steve Hanusch (Gehirnerschütterung) verzichten. Dafür kehrte Benjamin Hüfner in die Abwehr zurück und auch René Kramer verstärkte wie schon am Freitag die Defensive.

1. Drittel

Beide Teams begannen verhalten und tasteten sich zunächst ab. Bis zur achten Spielminute gab es kaum erwähnenswerte Torraumszenen, doch ein Abspielfehler in der Ravensburger Hintermannschaft brachte die Eislöwen plötzlich überraschend in Front. Auf Vorarbeit von Patrick Jarrett und Sami Kaartinen erzielte Max Schmidle das 0:1 für die Elbstädter. Danach wirkten die Tower Stars nervös und nur 75 Sekunden später schlugen die Eislöwen erneut zu. Diesmal war es René Kramer, der am schnellsten reagierte und einen Abpraller irgendwie über die Torlinie stocherte. Die beruhigende Zweitoreführung brachte Selbstvertrauen in die Reihen der Blau-Weißen, auch wenn die Tower Stars ein wenig mehr vom Spiel hatten. Die besseren Chancen hatten aber weiter die Eislöwen: erst scheiterte Alexander Oblinger knapp an Christian Rohde, dann traf Patrick Jarrett nach 13 Minuten nur den Pfosten. Als dann Kerry Ellis-Toddington und nur 25 Sekunden später auch noch Lukas Slavetinsky auf die Strafbank mussten, konnten die Eislöwen in doppelter Überzahl agieren und diese nutzten sie auch prompt. Die 17. Spielminute hatte gerade begonnen, als Rob Brown abzog und auf 0:3 erhöhte. Der Spielstand überraschte, war aber vom Spielverlauf her in der Höhe durchaus verdient. Bemerkenswert außerdem: die Eislöwen kassierten in diesem Drittel nicht eine Strafzeit.

2. Drittel

Leider erwischte es die Eislöwen schon nach 17 Sekunden im zweiten Drittel eiskalt. Ash Goldie bediente Ben Thomson, der auf 1:3 verkürzte und damit die Tower Stars zurück ins Spiel brachte. Das mobilisierte die Heimfans, es wurde lauter in der Halle und die Puzzlestädter gingen in der Offensive nun aggressiver zur Sache. Dresden zog nun mehr Strafen und zwei der Überzahl-Situationen nutzten die Tower Stars, um das Spiel wieder zu egalisieren. Erst traf Artjom Kostyrev zum Anschluss (26.) und dann war es erneut Ben Thomson , der ebenfalls im Powerplay zum 3:3 ausglich (30.). Kurz vor Schluss hätten die Gastgeber sogar die Führung machen können, doch zum Glück war Kellen Briggs diesmal hellwach, so dass zumindest das Unentschieden ins Schlussdrittel herüber gerettet werden konnte.

3. Drittel

Die klare Führung war verspielt und damit auch ein wenig Selbstvertrauen. Die Frage war nun: finden die Eislöwen zurück in die Erfolgsspur? Lange sah es gut aus, die Eislöwen stemmten sich gegen den zunehmenden Druck der Hausherren, doch in der 50. Spielminute war es dann passiert. Auf Zuspiel von Christopher Oravec schoss Michal Vasicek die Gastgeber das erste Mal in Front. Im Anschluss an das Tor gab es dann ein kleines Handgemenge, aus dem dann eine zweiminütige Überzahlsituation für die Eislöwen resultierte, da Ravensburgs Artjom Kostyrev wegen unnötiger Härte auf die Strafbank geschickt wurde. Das Powerplay nutzte dann Sami Kaartinen, um zum 4:4 auszugleichen und das nur ganze 27 Sekunden nach der Ravensburger Führung! Als dann Alexander Oblinger gut fünf Minuten vor Spielende zum 4:5 traf, sah es gut aus, mit einem Auswärtssieg. Doch die erneute Führung sollte wieder nicht reichen: Ash Goldie traf zum 5:5 (58.) und dabei blieb es dann auch,so die Entscheidung in der Verlängerung oder im Penaltyschießen fallen musste.

Verlängerung und Penaltyschießen

In der Verlängerung passierte dann nicht mehr viel, es ging ins Penaltyschießen. Dort war Jesse Baraniuk der erste Schütze, traf aber nur den Pfosten. Peter Boon machte es besser und brachte die Gastgeber in Front. Im zweiten Penalty-Durchgang konnte Danny Pyka ausgleichen und Kellen Briggs hielt den Versuch von Tobias Samendinger. René Kramer verpasste es in der dritten Runde schließlich, seinen Penaltyversuch unterzubringen, während Artjom Kostyrev verwandeln konnte.

Fazit

Eine unglückliche Niederlage im Penaltyschießen. Zwar verspielten die Eislöwen eine 0:3-Führung im zweiten Drittel, kämpften sich aber im Schlussabschnitt zurück und hatten dann Pech, dass nach der 4:5-Führung doch noch der Ausgleich fiel. Im Penaltyschießen hatten sie dann wieder nicht das Glück auf ihrer Seite.

Quelle: www.eisloewen.de

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