Dresdner Eislöwen unterliegen Bremerhaven

Bei den Fischtown Pinguins erlebten die Blau-Weißen vor 4254 Zuschauern einen emotionsreichen Auftakt. Am Ende mussten sich die Eislöwen mit einem 0:4 geschlagen geben.+++

Die vierte Auswärtsreise führte die Dresdner Eislöwen am Sonntag an die Nordsee. Bei den Fischtown Pinguins erlebten die Blau-Weißen vor 4254 Zuschauern einen emotionsreichen Auftakt. Marius Garten, Vincent Schlenker und Kapitän Hugo Boisvert verzeichneten erste Chancen für die Gäste. Bremerhaven scheiterte zunächst durch Martin  Walter, machte jedoch weiter Druck und konnte nur wenig später das 1:0 durch Andrew McPherson (4.) bejubeln, der die beste Übersicht bewies. Infolge scheiterten Arturs Kruminsch, Carsten Gosdeck, André Mücke und Tomi Pöllänen in Überzahl. Bremerhaven versuchte infolge die Angriffsbemühungen der Dresdner frühzeitig zu stören und einen Aufbau zu verhindern. Dennoch durften die Eislöwen wenig später einen Treffer bejubeln. Doch die Freude währte nur kurz, denn der Referee erkannte das Tor wegen Torraumabseits nicht an. Damit allerdings nicht genug: In Unterzahl parierte Kevin Nastiuk zunächst sehenswert, ehe Kruminsch auf der Gegenseite erneut einnetzte. Und wieder verweigerte der Schiedsrichter die Anerkennung des Treffers. Grund: Zu hoher Stock. Mit jeder Menge Frust im Bauch versuchte Dresden bis zur Pause den Anschluss zu erzielen, wurde allerdings nicht belohnt. Auf der Gegenseite nutzte Brendan Cook (19.) in doppelter Eislöwen-Unterzahl eine Direktabnahme zum 2:0. 

Druckvoll starteten die Eislöwen in das zweite Drittel. Christoph Ziolkowski probierte es mit einem Traumpass, Garten konnte die Vorarbeit unter Bedrängnis jedoch nicht nutzen. Nach einer kurzen Druckphase der Gastgeber dominierte das Popiesch-Team die Partie immer deutlicher, scheiterte oft erst an Jonas Langmann im Bremerhavener Tor. Carsten Gosdeck versuchte sich von der blauen Linie, Feodor Boiarchinov bekam den Abpraller nicht unter und verpasste wenig später ebenso wie Hajek einen Konter. Nachdem weitere Gelegenheiten des Tschechen sowie André Mücke und Petr Macholda nichts einbrachten, kamen die Pinguins wieder zu mehr Spielanteilen. Im Powerplay leiteten die Dresdner durch Macholda und Boisvert zwar Chancen ein, doch beim zweiten Konterversuch war Brendon Cook zum zweiten Mal erfolgreich (39.). 

Auch im Schlussdrittel sahen die Zuschauer das gewohnte Bild: Die Gäste spielten nach vorn, doch Bremerhaven blieb durch Konter brandgefährlich. Im ersten Versuch rettete für Dresden noch der Pfosten, dann jedoch war erneut McPherson zur Stelle (48.). Mehrfach zeigte auch im letzten Drittel Pinguins-Goalie Langmann sein Können, war sogar bei einem abgefälschtem Versuch von Hájek von der blauen Linie noch zur Stelle. Zwei abschließende Möglichkeiten von Kruminsch sollten keine Ergebnisveränderung mehr mit sich bringen. 

„Es ist einfach ärgerlich. Wir haben besonders im ersten und zweiten Drittel unsere Chancen gehabt, schießen sogar zwei Tore. Warum diese nicht anerkannt werden, verwundert mich. Schließlich hat der Hauptschiedsrichter sie zunächst gegeben, nach Rücksprache mit seinem Kollegen dann aber widerrufen“, sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch und fügt hinzu: „Natürlich müssen wir unsere Möglichkeiten dennoch besser nutzen. Man muss allerdings auch sagen, dass Langmann im Bremerhavener Tor heute wirklich einen guten Tag hatte.“ 
Quelle: Dresdner Eislöwen e.V.

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