Dresdner Finanzausschuss soll über Karstadtzukunft entscheiden

Karstadt ist seit gut einem Jahr insolvent. Die Rettung des Unternehmens liegt nun in den Händen Dresdens. Ende der Woche könnte in Dresden die Entscheidung fallen, ob Karstadt deutschlandweit gerettet werden kann oder die Stadt Schuld am Untergang des Unternehmens ist. +++

Karstadt im Dresdner Zentrum. Viele Dresdner tummeln sich täglich in dem großen Warenhaus. Doch das Kaufhaus ist zahlungsunfähig.

Die Rettung des Unternehmens liegt in den Händen der Stadt Dresden. Die soll im Finanzausschuss entscheiden, ob dem Unternehmen die fiktive Gewerbesteuer erlassen werden soll.

Interview mit Steffen Kadisch, Betriebsratsvorsitzender Karstadt 

Obwohl sich SPD, Grüne und Linkspartei für einen solchen Erlass ausgesprochen haben, ist die Dresdner FDP dagegen:

„Ein Erlass der Gewerbesteuer ist … nach jetzigem Stand nicht nachvollziehbar, da die wirtschaftlichen Probleme Karstadts nicht durch die Stadt verursacht wurden. Hier muss zunächst geklärt werden, ob die Stadt bei jedem anderen Gewerbetreibenden in einer wirtschaftlichen Schieflage ebenso reagieren würde.Dass Gewinne im Unternehmen bleiben, Verluste aber durch Steuerverzicht sozialisiert werden, führt geradewegs in eine Vollkasko-Mentalität, die nicht funktionieren kann….“

Auch Stefan Dietrich kennt die Situation des Unternehmens. Der Dresdner kommt regelmäßig in das Kaufhaus.

Interview mit Stefan Dietrich

Ein Leben ohne Karstadt in Dresden – das kann er sich schwer vorstellen. So geht es auch vielen Mitarbeitern des Warenhauses.

Interview mit Steffen Kadisch, Betriebsratsvorsitzender Karstadt 

An der Entscheidung des Finanzausschusses liegt es also, ob die in Dresden rund 900 Mitarbeiter ihre Jobs behalten. Bundesweit stehen etwa 56 Tausend Arbeitsplätze auf der Kippe.
    
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