Dresdner Finanzbetrüger in Brasilien festgenommen

Der von der Witschaftsstrafkammer in Abwesendheit verurteilte Hartmut M. ist am 24. Oktober 2012 in Brasilien festgenommen worden.+++

Die Kammer hatte gegen M. und drei weitere Angeklagte zwischen Januar 2011 und 10. Februar 2012 an 48 Tagen verhandelt. Seit dem 43. Sitzungstag am 5. Januar 2012 war der Angeklagte nicht mehr zur Hauptverhandlung erschienen und befand sich seither auf der Flucht.

Die Mitangeklagten wurden des Betrugs schuldig gesprochen und zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und vier Jahren verurteilt. Diese Verurteilungen sind rechtskräftig. M. wurde wegen Betrugs zu 4 Jahren 5 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Seine Revision ist noch anhängig.

Der Verurteilung liegt zu Grunde, dass die Angeklagten Finanzprodukte vertrieben haben, mit denen die Erforschung und Vermarktung der Nutzung von Gravitationswellen zur Datenübertragung refinanziert werden sollte.

Dabei hatten die Angeklagten einen tatsächlich nicht erreichten Entwicklungsstand vorgetäuscht und so Anleger um bis zu 7,9 Mio. € geschädigt. Nach Überzeugung des Gerichts hatten die Mitangeklagten an die Verwertbarkeit der „Erkenntnisse“ des nunmehr festgenommenen M. geglaubt. Sie hatten aber eingeräumt, die Anleger im Rahmen eines Schneeballsystems betrogen zu haben.

Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden 
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