Dresdner heiraten am liebsten samstags

2013 haben sich in Dresden 1936 Paare das Ja-Wort gegeben. Spitzenmonat war der August. Insgesamt wurden 7628 Kinder in Dresden geboren, die meisten im Juli. Die beliebtesten Vornamen waren wie im Jahr zuvor Marie und Alexander. +++

Schloss Schönfeld etabliert sich als neuer Ort für Trauungen in Dresden. Im vergangenen Jahr waren alle Termine ausgebucht, deshalb bietet die Stadt in diesem Jahr mehr an.

Ansonsten zeigt die Bilanz des Standesamtes für 2013 wenig Veränderungen. Bei den Vornamen bleiben Marie, Sophie und Alexander Spitzenreiter. Lediglich Emil ist bei den Jungen erstmals auf Platz zwei aufgerückt. Es gab auch wieder besonders kreative Eltern.

O-Ton: Frank Neubert, Leiter Standesamt

Fast 50 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften wurden geschlossen, der größere Teil davon Männer. Die Zahl der Kirchenaustritte stieg auf über 1000 an, 200 mehr als im Jahr davor.


Geburten 2013

In Dresden erblicken 7628 (7580)* Kinder das Licht der Welt. Etwa 20 bis 25 Prozent davon wohnen nicht in Dresden. Trotzdem sind und bleiben sie gebürtige Dresdnerinnen und Dresdner. Geboren wurden 3908 Jungen und 3720 Mädchen. 55 Prozent der Mütter sind ledig. Bei 1024 Kindern haben ein oder beide Elternteile eine ausländische Nationalität. Die Eltern kamen aus 101 verschiedenen Staaten: 98 aus der Russische Föderation, je 79 aus Polen und der Türkei, aus der Ukraine 52, aus China 38, aus Tschechien 37 und aus den USA 36. Mit je einer Geburt waren Länder vertreten wie Argentinien, Bolivien, Iran, Jemen, Paraguay, Singapur und Venezuela.
Insgesamt kamen in Dresden 153 (161) Zwillinge und vier (2) Drillinge auf die Welt. Der geburtenstärkste Monat war der Juli mit 772 Kindern. Nur 521 Kinder sind im geburtenschwächsten Februar geboren.

Vornamenwahl und Häufigkeit der vergebenen Vornamen
Es gab kaum Bewegung unter den TOP 30 der Vornamen. Dieser Zustand hält seit Jahren an. Es gibt weder spektakuläre Neueinsteiger und auch keine Abwahl von Vornamen. Bei den Mädchen gab es auf den ersten 28 Positionen nur ein Stühlerücken. Marie und Sophie tauschten an der Spitze wieder einmal die Plätze. Das Spiel treiben sie jetzt seit 15 Jahren. Nur bei den Jungen rutschte der Dauerspitzenreiter Paul auf Platz 3 und machte für Alexander die Bühne frei.

Rang
2013Rang
2012MädchenAnzahlRang
2013Rang
2012KnabenAnzahl12Marie12912Alexander10021Sophie10423Emil9035Charlotte8931Paul8744Johanna7547Oskar75514Mia6754Anton71612Luise65610Moritz6873Anna6376Maximilian6789Emilia56813Elias6696Emma56911Max63107Helene551014Karl591121Lea441112Richard571224Clara43128Ben551310Hannah431330Julian491411Maria421416Theodor49158Elisabeth411515Tim481618Sophia41169Felix471730Mathilda391724Jonas461825Ella3718-/-Louis461926Greta37195Luca462029Laura372028Leon442113Amelie362121Lukas422220Hanna3622-/-Noah412328Lena362320Johann372415Magdalena362423Arthur362516Lilly3425-/-Gustav362617Lotta332619Friedrich352727Helena322718Benjamin342823Paula3228-/-Bruno3429-/-Ida312927Johannes3430-/-Sarah3130-/-Vincent34

 
Weitere Vornamen mit der gleichen Häufigkeit sind nicht mehr ausgewiesen.

Bei den Vornamen fällt der Trend zum Bindestrich-Doppelnamen auf. 2013 wurden ungewöhnlich viele davon vergeben: Wilma-Helene, Rosa-Charlott, Melodie-Mia, Lieselotte-Hedwig und Liesa-Marie. Bei den Jungen waren es Noah-Jakob, Dee-Jay, Johann-Magnus und Karl-Friedrich.  
Folgende Vornamen wurden einmal gewählt – vor Jahrzehnten gehörten sie zu den beliebtesten Vornamen: für Jungen – Adolf, Gerd, Gerhard, Heiner, Hellmut, Helmut, Herbert, Horst, Volker und für Mädchen – Beate, Brunhilde, Dagmar, Gretel, Hannelore, Heidemarie, Herta, Irene, Ingeborg, Jutta, Karin, Margit, Simone und Susi.

Besondere Vornamen
„Ungewöhnliche Vornamen sind selten geworden. Was in manchen Ohren fremd und exotisch klingt, kann in anderen Gegenden ein gebräuchlicher Vorname sein. Ungewöhnlich für mich waren Mädchennamen wie Marilou, Moka, Sonnhild und Jazz. Bei den Jungen die vier unterschiedlichen Schreibweisen: Michal, Michał, Michel, Michél und weiterhin Nikolaus, Orlando, Filius, Filou“, so Frank Neubert, Leiter der Abteilung Standesamt im Bürgeramt Dresden. „Heinz Florian Oertel hätte seine Freude an der Abwandlung auf Woldemar. Einen Waldemar habe ich nicht gefunden. Und um sportlich zu bleiben, auch das zweite Jahr in Folge gab es einen Täve. Aber es ging mit Falko, Ringo und Heino auch musikalisch zu. Der Musiker wird natürlich Falco geschrieben“, so Neubert weiter.

Eheschließungen 2013
Es wurden 1936 (1993) Eheschließungen durchgeführt. Davon heirateten 709 (684) Paare am Samstag, 112 (91) im Kulturrathaus, 63 (67) im Schloss Albrechtsberg, 58 (58) im Landhaus und 15 (25) auf den Dampfschiffen. 560 (640) Paare wollten sich außerdem noch kirchlich trauen lassen. Die meisten Hochzeiten gab es mit 275 (254) wieder im Spitzenmonat August. Am wenigsten beliebt war der Januar mit 28 (39) Hochzeiten – Schlusslicht, wie jedes Jahr.
Geheiratet haben Bürger aus 56 (59) verschiedenen Staaten. Es sind 168 (192) Ehen geschlossen worden, bei denen einer oder beide eine ausländische Nationalität hatten: 17 aus Russland, zehn aus der Ukraine, acht aus Polen, je sechs aus Großbritannien und Italien und je fünf aus Brasilien, Mexico, USA und Vietnam. Seltene Eheschließungen gab es mit Menschen aus Barbardos, El Salvator, Kanada, Peru und Turkmenistan.

Lebenspartnerschaften 2013
In Dresden sind 48 (51) Lebenspartnerschaften begründet worden. Davon 18 (29) mit Frauen und  30 (22) mit Männern. Acht Lebenspartnerschaften sind mit ausländischen Staatsbürgern geschlossen worden.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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