Dresdner Hybridbus auf der Überholspur

Forscher der TU Dresden bringen die Hybridbus-Technologie weiter voran. Am Freitag wurden Ergebnisse der „Pilotlinie 64“ im Beisein von Wirtschaftsminister Dulig vorgestellt. +++

Ziel der Forscher ist es, mit dem Bus mehr Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Sie entwickelten für die Dresdner Verkehrsbetriebe mehrere Strategien, um Kraftstoff einzusparen.

Interview im Video mit Reiner Zieschank, DVB-Vorstand Technik und Finanzen

Erstmals wurde dafür eine Luft-Wärmepumpe in einen Bus eingebaut. Im Gegensatz zu Dieselbussen entsteht im Hybridbus kaum Abwärme, die zum Heizen genutzt werden kann. Dafür wird dann Kraftstoff verbraucht. Die Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme, die dann zur Heizung des Fahrgastraums benutzt wird.

Eine weitere Weltneuheit aus Dresden: Die Karbon-Aluminium-Felge als Prototyp für Omnibusse. Damit lässt sich an den Rädern viel Masse einsparen. Bei unter 20 Kilogramm ist sie mehr als halb so leicht wie eine herkömmliche Stahlfelge.

Weiterhin denkt eine Steuersoftware voraus und kann Verbraucher bei Bedarf zu- und abschalten.

Interview im Video mit Reiner Zieschank, DVB-Vorstand Technik und Finanzen

Das Dresdner Projekt „Pilotlinie 64“ hat ein Volumen von rund 4,5 Millionen Euro.