Dresdner Kripo ergreift Dresdner Einbrecher

Vier Cottbusser befinden sich jetzt in Untersuchungshaft. Die Dresdner Polizei wirft ihnen mindestens 20 Einbrüche in Dresden und weitere 17 in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor. +++

Die Ermittlungen der Dresdner Polizei hatten im Februar ihren Anfang genommen. Kriminaltechniker hatten aufgrund übereinstimmender Schuhabdruckspuren an zehn Tatorten in Dresden eine Serie erkannt. Bei einem Einbruch in einen Pirnaer Friseur im März tauchte neben der schon bekannten Schuhspur schließlich auch DNA eines der Täter auf. Diese führte die Ermittler zu einem 28-jährigen Cottbusser.

Nach weiteren Ermittlungen, insbesondere Telefonüberwachungen, konnten drei weitere Komplizen des 28-Jährigen (27, 29, 40) identifiziert werden.

Gestern durchsuchten Beamte der Dresdner Kriminalpolizei, der Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge gemeinsam mit brandenburger Kollegen des Schutzbereiches Cottbus/Spree-Neiße neun Wohnungen in Cottbus. Die Ermittler stellten dabei unter anderem Computer, Laptops, Flachbildfernseher, Handys, zwei Keybords und eine Vielzahl von Datenträgern sicher.

Die Sicherstellung des Schuhs, dessen Spur augenscheinlich die umfangreichen Ermittlungen ausgelöst hatte, rundete das gestrige Durchsuchungsergebnis ab.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde das Quartett gestern einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Der erließ gegen alle vier Männer Haftbefehl.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie dem Quartett noch deutlich mehr Einbrüche nachweisen werden. Der bisherige Schaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Die Einbrecher hatten es seit 2008 insbesondere auf Bäcker, Fleischer und Friseurgeschäfte abgesehen.

Quelle: Polizeidirektion Dresden
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