Dresdner Krokodil „Max“ hat eine schlimme Entzündung am Vorderfuß

Reptilienspezialisten vermuten, dass „Max“ sich eine Verletzung zugezogen hat. Dieser  Befund bedeutet, dass das Krokodil weiterhin mit Antibiotika und Schmerz- bzw. entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden muss. +++

Wie geplant fand am gestrigen Dienstag die Narkose unseres Leistenkrokodils „Max“ statt. Pünktlich kamen am frühen Morgen die eingeladenen Reptilienspezialisten angereist und nach einer Teambesprechung, in der die letzten Details geklärt wurden, konnte die Injektion des Narkosemittels vorgenommen werden. Danach hieß es vor allem Geduld beweisen und warten, denn „Max“ ließ sich gut drei Stunden Zeit, bis eine deutliche Wirkung eintrat und eine gefahrlose Annäherung möglich war. Dann jedoch wurde zügig mit den Untersuchungen begonnen, um die Narkosedauer nicht unnötig zu verlängern.

Etwa zwei Stunden ließ „Max“ den Tierärzten für Blutentnahme, Infusionen, Röntgen, Ultraschall und Gastroskopie (Magenspiegelung) Zeit, danach wurde er langsam wieder wach. Seine Vitalfunktionen wurden per EKG und Pulsoxymetrie (Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes) sowie Überwachung der Atemtätigkeit permanent im Auge behalten und waren während der gesamten Narkosedauer stabil.

Die Untersuchungsergebnisse erbrachten positive wie negative Erkenntnisse: Grund zur vorsichtigen Freude gaben die Organwerte der Blutuntersuchung, denn die Nierenwerte – bei der letzten Probe stark erhöht – befanden sich nun wieder im Normbereich. Ebenso die anderen Werte dieser Untersuchung. Bei der Magenspiegelung konnten keine Fremdkörper oder Veränderungen der Magenschleimhaut festgestellt werden.

Die Untersuchung seines Vorderfußes ergab jedoch Anzeichen einer tiefen Entzündung, die bereits auf die Knochen der Zehen übergegriffen hat. Dies bestätigte sich durch die angefertigten Röntgenaufnahmen und spiegelt sich auch im Blutbild wieder, welches mittlerweile eine klare Entzündungsreaktion aufweist.

Wir vermuten, dass „Max“ sich eine Verletzung zugezogen hat, die sich daraufhin durch den relativ rauen Untergrund seines Geheges verschlimmert hat. Dieser  Befund bedeutet, dass das Krokodil weiterhin mit Antibiotika und Schmerz- bzw. entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden muss. Zudem wird versucht, die Heilung mit desinfizierenden Lösungen zu unterstützen. Insgesamt bleibt der Zustand unseres Patienten somit weiterhin kritisch, jedoch ist ein vorsichtiger Optimismus erlaubt.

Das Prof. Brandes-Haus ist seit heute wieder für Besucher geöffnet und „Max“ in seinem Gehege zu sehen. Um eine Behandlung zu ermöglichen, wird er jedoch bis auf Weiteres auf dem Landteil der Anlage verbleiben.

Quelle: Zoo Dresden

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