Dresdner Kulturinstitutionen gründen „Initiative weltoffenes Dresden (#WOD)“

Die „Initiative weltoffenes Dresden (#WOD)“ tritt mit verschiedenen Veranstaltungen in den kommenden Monaten öffentlich für ein fremdenfreundliches Dresden ein, das stolz auf eine Kultur des Miteinanders ist. Schirmherrin ist u.a. Helma Orosz. +++

Die „Initiative weltoffenes Dresden (#WOD)“ ist ein Zusammenschluss der Dresdner Kulturinstitutionen. In diesem Namen werden in den kommenden Monaten eine Vielzahl von Veranstaltungen in verschiedenen Häusern anbieten. Damit wollen sie ein Zeichen setzen für eine offene Gesellschaft, für Toleranz und Solidarität und gegen Angstmacherei und Populismus.

Die „Initiative weltoffenes Dresden (#WOD)“ tritt mit ihren Veranstaltungen öffentlich ein für das fremdenfreundliche Dresden, das stolz ist auf eine Kultur des Miteinander.

Die „Initiative weltoffenes Dresden (#WOD)“ will einen Impuls aus der Zivilgesellschaft geben und steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange und der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, Helma Orosz.

Folgende Institutionen haben bisher die Initiative unterzeichnet und werden die Headline „#WOD – Initiative weltoffenes Dresden“ bei den entsprechenden Veranstaltungen einsetzen. Die Teilnehmerzahl ist nicht beschränkt, es werden noch weitere Institutionen und Veranstaltungen dazukommen.

Die Veranstaltungen veröffentlichen die Institutionen auf ihren Internetseiten und in ihren Programmen. Eine Übersicht finden Sie immer auf www.hellerau.org und auf www.staatsschauspiel-dresden.de

Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Deutsches Hygiene-Museum
Dresdner Kreuzchor
DRESDNER MUSIKFESTSPIELE
DRESDNER PHILHARMONIE
Filmfest Dresden
HATiKVA e. V.
Ostrale 015
riesa efau
Theaterkahn – Dresdner Brettl
Jazzklub Die Tonne
Landesbühnen Sachsen
Literaturhaus Dresden
Museen der Stadt Dresden
Militärhistorisches Museum
projekttheater dresden
Semperoper Dresden
Societaetstheater
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Staatsoperette Dresden
Staatsschauspiel Dresden
tjg. theater junge generation
Verkehrsmuseum Dresden
weiterdenken, Heinrich-Böllstiftung, Sachsen

Societaetstheater

GOODBYE EDEN

(Cie. Freaks und Fremde | Cargo-Theater Freiburg)

DO 15.01. (Dresden-Premiere) und FR 16.01. 20:00 Uhr, Gutmann-Saal (plus weitere Termine)

Reisende, Migranten, Flüchtlinge, Zugvögel – die Theaterproduktion GOODBYE EDEN gibt Millionen Unbekannten, die ihre Heimat auf dem Weg in ein ungewisses Land der Verheißung verlassen, ein Gesicht, eine Stimme, einen Moment Aufmerksamkeit: Asylsuchenden, Illegalen, Gestrandeten – Menschen, die mitten unter uns leben, oder die es nicht geschafft haben, in Lagern und provisorischen Siedlungen an den Grenzen Europas festsitzen, die es aus ihrer Heimat getrieben hat. Und jenen, die auf der Flucht ihr Leben ließen. –
GOODBYE EDEN fügt Geschichten von Flüchtlingen vergangener und unserer Tage mit ganz persönlichen Erinnerungen und Geschichten der Darsteller/innen zusammen. Wir reisen an die Grenzen Europas, nach Afrika, in den Iran, wir versetzen uns zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, verfolgen das Schicksal einer Roma-Dichterin und begleiten einen deutschen Wehrmachtssoldaten auf seiner Flucht von der Ostfront zurück nach Deutschland.
GOODBYE EDEN erzählt in Worten, Musik und entfesseltem Spiel von Sehnsüchten, Enttäuschungen und unbändiger Hoffnung.
Die Inszenierung bewegt sich durch die Welt der Theaterformen, die Musiker der Berliner Band CASINO GITANO und Daniel Williams versetzen uns mit ihrer Theatermusik in eine Welt, in der der Mut der Verzweifelten lebensprall zum Ausdruck kommt.
Ein Roadmovie, ein polyglottes Kaleidoskop, ein verzweifelter Karneval, ein Welttheater – niederschmetternd und mutmachend!

Militärhistorisches Museum Dresden

Montag, 26.01, 19 Uhr:

FORUM MUSEUM – „Zerstörung und die Macht der Erinnerung“

mit Alfred Grosser (Publizist und Soziologe), Eveline Grossman-Thau (Rabbinerin).

Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, der Frieden am 8. Mai 1945 und der radikale Wandel der Nachkriegsordnung am 9. November 1989 gehören zu den prägendsten Zäsuren des vergangenen Jahrhunderts. All diese Ereignisse schnitten gewaltsam durch den Lauf unserer Geschichte und prägen die kollektive Erinnerung bis heute. Doch die Sichtweisen auf unsere Vergangenheit ändern sich. In einer neuen Reihe „Gewalt und die Macht der Erinnerung“ betrachten das Militärhistorische Museum und die Konrad-Adenauer-Stiftung, wie wir uns historischen Daten nähern. Wie prägen individuelle Erlebnisse unsere Erinnerung, welche Rolle spielen wissenschaftliche Erkenntnisse? Wie wurde Gewalt benutzt, um historische Erinnerungen zu beeinflussen? Am ersten Abend der Reihe werfen wir einen Blick auf den Zweiten Weltkrieg. Die noch nie dagewesene Zerstörung menschlichen Lebens und der Untergang zivilisatorischer Maßstäbe formen die gemeinsame Identität bis heute.

Erste Veranstaltung in der Reihe „Gewalt und die Macht der Erinnerung“ des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr und der Konrad-Adenauer-Stiftung.

www.mhmbw.de

 

Staatsschauspiel Dresden

Sonntag, 01.02., 11 Uhr, Schauspielhaus

„DRESDNER REDE“ MIT HEINZ BUDE

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Zeitung

Heinz Bude wird in der Dresdner Rede aktuell vor dem Hintergrund seiner gerade erschienen Schrift „Gesellschaft der Angst“ (2014) die jüngsten Ereignisse um Pegida analysieren. Bude ist einer der einflussreichsten Soziologen Deutschlands, seit der Jahrtausendwende hat er den Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Universität Kassel inne. Seine Schwerpunkte liegen in der Generationen- und Arbeitsmarktforschung mit Veröffentlichungen wie „Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938 bis 1948″ (1995), „Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft“ (2008) und „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet“ (2011).

Karten unter 0351 / 4913 – 555

www.staatsschauspiel-dresden.de

Bündnis Buntes Radebeul e.V.

Februar 2015 (konkreter Termin folgt)

BUCHPROJEKT – Rezepte von Flüchtlingen im Club Noteingang e.V., Kötzschenbrodaer Str. 56

Flüchtlinge aus mehreren Ländern haben in Radebeul das Kochbuch „Mit der Kochkunst ins Herz – Internationale Rezepte, Heimat- und Herdgeschichten“ mit Speisen aus ihrer Heimat zusammengestellt. Unterstützung erhielten sie vom Flüchtlingshilfe-Verein Bündnis Buntes Radebeul e.V. Die kulinarische Reise enthält Rezepte aus Afghanistan, Mazedonien, dem Irak, Pakistan, Syrien, der Westsahara und Deutschland. Da die erste Auflage von 500 Exemplaren in kurzer Zeit vergriffen war, musste die ursprünglich im Zuge der Veröffentlichung angesetzte „Buchparty“ im Club Noteingang –  der in unmittelbarer Nähe der Landesbühnen Sachsen in Radebeul liegt – leider verschoben werden, findet aber bei Neuauflage im Februar am selben Ort statt. Und dann soll aktiv selbst gekocht werden. Zusammen mit den Asylsuchenden können alle interessierten Gäste einige ausgewählte Rezepte ausprobieren.

www.buntes-radebeul.de

Bündnis Buntes Radebeul e.V.

Dienstag, 03.02. 2015, 17-19 Uhr

„PLAUDERSTUNDE“ im Asylbewerberheim Radebeul Naundorf

Jeden 1. Dienstag im Monat von 17.00 – 19:00 Uhr richtet der Flüchtlingshilfe-Verein Bündnis Buntes Radebeul eine Plauderstunde im Asylbewerberheim, Radebeul-Naundorf aus. Zurzeit leben in der Unterkunft 110 Flüchtlinge u.a. aus Tunesien, Pakistan, Afghanistan und Syrien. Die Atmosphäre bei dieser Plauderstunde ist sehr aufgeschlossen; hier wird jedem die Möglichkeit eröffnet, mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Einige Mitarbeiter der Landesbühnen Sachsen haben diese Chance in der Vergangenheit bereits wahrgenommen und unser Ziel ist es, dass jeder Interessierte auch zukünftig diese Möglichkeit zum „Kennenlernen“ der Flüchtlinge nutzt.

Semperoper Dresden

FILMPROJEKT Ab 05.02

Die Semperoper zeigt Gesicht – und dies ganz wörtlich. Unter dem Motto „Liebes Dresden…“ entsteht ein kleiner Film, in dem Ensemblemitglieder der Semperoper und der Staatskapelle Dresden aus unterschiedlichsten Nationen Antworten auf die Frage geben, warum sie gern in Dresden leben. Die Antworten werden in der jeweiligen Muttersprache der Ensemblemitglieder beantwortet, jede Antwort (auch deutschsprachige) wird untertitelt, da dieser Film in den Foyers der Semperoper Dresden gezeigt werden wird.

www.semperoper.de

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Donnerstag, 05.02., 11 Uhr

FÜHRUNG

Die Kunstwerke der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sind Botschafter zwischen den Kulturen. Aus aller Welt nach Dresden gekommen, spiegeln sie die Weltoffenheit der Stadt wider. Am 5. und 6. Februar laden die SKD zu drei speziellen Dialog-Führungen durch das Grüne Gewölbe, die Porzellansammlung und das Japanische Palais ein. Lassen Sie sich inspirieren durch Dresdens einzigartige Sammlungen, die neugierig machen auf das Neue und das Andere und Wissen über fremde Kulturen vermitteln!

 

Die Faszination des Neuen

Führung im Neuen Grünen Gewölbe

Treffpunkt: Kleiner Schlosshof im Residenzschloss

Info: Die Dresdner Kunstblätter widmen sich in der Ausgabe „WeltBilder“ (01/2015) dem Forschungsprogramm „Europa/Welt“, das Dresdens Rolle im kulturellen Austausch anhand der außereuropäischen Sammlungsbestände der SKD erschliesst (ab Februar im Sandstein Verlag erhältlich).

www.skd.museum 

Militärhistorisches Museum

Donnerstag, 05.02., 18 Uhr

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG  Sonderausstellung „Schlachthof 5 – Dresdens Zerstörung in literarischen Zeugnissen“

2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges – so wie die Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber zwischen dem 13. und 15. Februar 1945. Aus diesem Anlass dokumentiert die Ausstellung „Schlachthof 5“ die Vielfalt der Perspektiven auf dieses Ereignis: mit – erstmals öffentlich gezeigten – Originalhandschriften und persönlichen Gegenständen von Kurt Vonnegut, Ida Kästner, Durs Grünbein u.a. Die Ausstellung thematisiert auch Dresdens Zerstörung in den Propagandaschlachten der Kriegs- und Nachkriegszeit, in Mythen und Legenden sowie den Erinnerungen der damaligen Kindergeneration, deren Trauma lange unter der Last von Kriegsschuld und Scham über die deutschen Verbrechen verborgen war. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Schriftstellers und Präsidenten des P.E.N. – Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland Günter Kunert. Ab 6. Februar bis 12. Mai 2015

 

Museen der Stadt Dresden/ Landhaus

Freitag, 06.02., 10 – 18 Uhr

KURZFILMPRÄSENTATION

Ganztägige Präsentation von fünf Kurzfilmen zu Themen, die sich mit Migration, multikultureller Gesellschaft, Rassismus, Vorurteilen sowie kulturellen und religiösen Wertvorstellungen befassen. U.a. wird der Oscar-prämierte Kurzfilm „Der Schwarzfahrer“ gezeigt.

Eintritt frei

www.museen-dresden.de

 

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Freitag, 06.02., 11 Uhr

FÜHRUNG        Asiatische Erfindung, europäische Begeisterung

Führung in der Porzellansammlung

Treffpunkt: Kasse in der Porzellansammlung

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Freitag, 06.02., 14 Uhr

FÜHRUNG    Katagami − Japanischer Impuls für europäisches Design

Führung in der Sonderausstellung „Die Logik des Regens/ Logical Rain“

Treffpunkt: Foyer im Japanischen Palais

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste

Freitag, 06.02., 18 Uhr

FILM: „WENN WIR REDEN…“ UND GESPRÄCH MIT DEN MACHERN

Sie sind in Deutschland geboren und leben in Dresden: Zehn Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren berichten über ihre Sicht auf das Empfinden, Leben und Wirken „zwischen den Stühlen“. Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen fühlen sich Jugendliche aus Migrationsfamilien von keiner wirklich akzeptiert. Was bedeutet Familie und Religion für sie? Was bedeutet es als Postmigrant in Dresden zu leben? Welche Identitäten und welche Rollen geben sich die Jugendlichen? Wir sind: „du Ausländer“, egal ob in Deutschland oder in der Türkei. Wir sind froh in Deutschland geboren zu sein und zu leben und wir sind richtig froh, dass unsere Eltern aus der Türkei kommen. Wir filmten unsere „postmigrantische“ Sicht auf unser Leben in Dresden, weil wir dazugehören.“

Einführung durch Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen, Projektfilm der Jugendgruppe (KC’s Danilö’s) der Initiative für eine alevitische Gemeinde in Dresden gemeinsam mit den beteiligten Jugendlichen.

Gefördert durch den Kulturbüro Sachsen e.V. sowie die Amadeu Antonio Stiftung.

www.hellerau.org

 

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste

Freitag, 06.02., 21.30 Uhr

KITCHEN TALK VON UND MIT HUSSEIN JINAH

Dr. Hussein Jinah ist promovierter Elektrotechniker und Diplom Sozialpädagoge und derzeit tätig im Personalrat der Stadtverwaltung Dresden. Er übt diverse gesellschaftliche Funktionen aus, unter anderem als Mitglied im Integrations- und Ausländerbeirat der Stadt Dresden. Sein Talent fürs Theater entdeckte er auf der Bürgerbühne des Staatsschauspiels. Er wird nicht müde, öffentlich für Verständigung und Toleranz zu werben. Unter anderem erzählte er seine Geschichte in der Ausstellung „Das neue Deutschland-Vielfalt und Migration“ des Deutschen Hygienemuseums Dresden.

Hussein Jinah wurde auf einem britischen Dampfer auf dem indischen Ozean geboren, verbrachte seine Kindheit in Tansania, Südafrika und Indien. Er kam 1985 zum Studium in die damalige DDR. Der 56 jährige lebt seit ca. 30 Jahren in Dresden.

Deutsches Hygiene-Museum

Samstag 07.02., 13 bis 19 Uhr

Info-Nachmittag „ASYL UND FLUCHT“

Informieren_Diskutieren_Engagieren

Vertreter und Vertreterinnen von Vereinen, Verbänden und Behörden, aber auch Asylsuchende selbst werden in der großen Empfangshalle des  Deutschen Hygiene-Museum über Fragen zum Thema „Flucht und Asyl“ informieren.  An verschiedenen Infoständen werden alle Museumsbesucher Gelegenheit haben, sich aus erster Hand einen Überblick zu verschaffen – über die rechtlichen Hintergründe und bürokratischen Abläufe eines Asylverfahrens, über die konkrete Lebenssituation von Flüchtlingen und über die Möglichkeiten, sich persönliche in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren.

Welchen Weg hat ein Asylsuchender hinter sich, der etwa aus Syrien nach Dresden kommt? Wie läuft sein Asylverfahren ab und welche Behörde trifft dabei welche Entscheidung? Wie viel Geld hat er zum Leben und wie kommt er zu Arbeit? Welche Unterstützung benötigt er am dringendsten? Und wie kann man sich persönlich am sinnvollsten einbringen, um ihm das Ankommen in unserer Gesellschaft zu erleichtern? Ergänzt werden die Infostände durch interaktive Stationen, an denen Besucher testen können, ob sie selbst in der Lage wären, einen Einbürgerungstest zu bestehen. Stände mit Snacks und Getränken werden von Flüchtlingen aus Radebeul betreut.

Staatsschauspiel Dresden

Mittwoch, 11.02., Kleines Haus 1

ca. 20:30 Uhr, im Anschluss an die Vorstellung „Ein Exempel“ (die Vorstellung beginnt um 18:30 Uhr)

EXEMPEL-FORUM 5

Podiumsgespräch zu „Ein Exempel. Mutmaßungen über die sächsische Demokratie“ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz im Kleinen Haus.

Als A, ein Familienvater Mitte dreißig, den Kassendienst im linksalternativen Veranstaltungszentrum übernimmt, läuft das Konzert bereits, als eine Gruppe Neonazis vor dem Eingang zu stören beginnt. A stellt sich den Störenfrieden entgegen, doch die Situation eskaliert. Die Autoren Lutz Hübner und Sarah Nemitz thematisieren den Umgang von Justiz, Polizei, Politik und Öffentlichkeit mit Fällen rechter und linker Gewalt in Sachsen. Im Umfeld von Ein Exempel. Mutmaßungen über die sächsische Demokratie öffnet sich das Theater als Denk- und Streitraum: Im fünften EXEMPEL-Forum am 11. 2. sprechen Jugendpfarrer Lothar König, Rechtsanwalt Johannes Eisenberg, der König vor Gericht vertrat, Peter Lames (Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Dresden und Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat Dresden), Christian Hartmann (MdL; innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion) und Lutz Hübner (Autor) über Möglichkeiten und Risiken des bürgerschaftlichen Engagements gegen rechts. Moderation: Frank Richter (Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung).

Staatsschauspiel Dresden

Donnerstag 12.02., Kleines Haus 3

ca. 20:00 Uhr

kurz & saftig „The Stockholm Syndrome 1 – 3“

In der Reihe kurz & saftig des Filmfests Dresden präsentiert am 12. 2. der israelische Regisseur Amit Epstein seine Film-Trilogie Stockholm Syndrome, die vom Aufwachsen junger Israelis in einer durch die Großeltern geprägten europäischen Exilkultur handelt.

Staatsschauspiel Dresden

Sonntag, 15.02.,11 Uhr Schauspielhaus

„DRESDNER REDE“ MIT JAKOB AUGSTEIN

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Zeitung

Der Journalist Jakob Augstein ist, nach Stationen bei der „Süddeutschen Zeitung“ und „Die Zeit“, seit 2013 Chefredakteur der Wochenzeitung „Der Freitag“, deren Verleger er auch ist. Darüber hinaus schreibt er für Spiegel online die Kolumne „S. P. O. N. – Im Zweifel links“ und moderiert zusammen mit Nikolaus Blome die Diskussionssendung „Augstein und Blome“ auf Phoenix. Für seinen publizistischen Pioniergeist wurde er 2011 mit dem Bert-Donnepp-Preis ausgezeichnet. Seine Rede trägt den Titel „Willkommen zur deutschen Tea Party: Von der Krise des Kapitalismus profitiert der rechte Populismus. Wie reagieren Politik und Medien? Mit Kapitulation.“

 

Militärhistorisches Museum

Montag, 02.03., 18 Uhr

ERÖFFNUNG KUNSTINSTALLATION

„helmets for peace“ – ein grenzüberschreitendes Kunstprojekt von Batuz.

2002 rief Batuz das Kunstprojekt „Helmets for Peace“ ins Leben. Menschen aus aller Welt wirkten an dem Projekt mit, auch Soldaten der Bundeswehr. Ausrangierte Bundeswehrhelme erhielten individuell gestaltete Farbflächen in leuchtendem Blau und Gelb. Damit formierten sich die Teilnehmer in der Neiße zu einem grenzüberschreitenden Kunstwerk. Aus rund 100 dieser Helme schuf Batuz die nun im Militärhistorischen Museum gezeigte, rund 4 x 8 m große Installation. Der Künstler Batuz (geb. 1933 in Ungarn) arbeitet in Südamerika, den USA und Europa. Seit über 20 Jahren ist er auch in Sachsen aktiv. 1984 gründete er die „Société Imaginaire“ zur interkulturellen Kommunikation durch Kunst. Über Jahrzehnte verfolgt er Projekte, die die Überwindung von Grenzen zum Ziel haben.

 

Landesbühnen Sachsen Radebeul

Samstag, 07.03. 2015, ab 11 Uhr

Festveranstaltungen zum internationalen Frauentag für Migrantinnen und ihre Kinder

 Wie bereits im vergangenen Jahr laden wir Bewohner/innen verschiedener Asylbewerberheime und deren Kinder im Raum Radebeul in Zusammenarbeit mit der Diakonie zum internationalen Frauentag zum gemeinsamen Kaffee und Kuchenbuffet mit kulturellen Beiträgen aus unserem Ensemble ein.

Tel. 0351 8954214

www.landesbuehnen-sachsen.de

Museen der Stadt Dresden/ Landhaus

Dienstag,10.03, 20 Uhr

VORTRAG TILMAN SEIDENSTICKER

„Islam, Islamismus und Europa“ mit anschließender Diskussion

Seidensticker ist Professor für Islamwissenschaften an der Universität Jena und einer der besten Kenner des heutigen Islam. Erst kürzlich hat er ein Buch zum „Islamismus. Geschichte, Vordenker, Organisationen“ veröffentlicht.

Quelle: Staatsschauspiel Dresden

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