Dresdner Mietspiegel: Durchschnittliche Miete steigt um fünf Prozent

Laut der aktuellen Erhebung ist in Dresden in den letzten beiden Jahren die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnraum von durchschnittlich 5,43 Euro auf 5,70 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Das entspricht einer Erhöhung um fünf Prozent. +++

Laut der aktuellen Erhebung ist in den letzten beiden Jahren die ortsübliche Vergleichsmiete für Wohnraum von durchschnittlich 5,43 Euro auf 5,70 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Das entspricht einer Erhöhung um fünf Prozent. Dabei werden die geringsten Mieten mit durchschnittlich 3,59 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen mit einfacher Ausstattung in Wohnlagen wie Gorbitz oder Prohlis gezahlt. Für hochwertig ausgestattete Wohnungen in guten Wohnlagen wie Blasewitz oder Loschwitz werden aktuell im Durchschnitt 8,06 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Bürgermeister Martin Seidel: „Mit dem Mietspiegel 2015 gewinnt die in der Politik geführte Wohndebatte an Substanz. Die wissenschaftliche Erhebung zeigt einerseits, wie stark die steigende Nachfrage nach Wohnraum zu steigenden Mietpreisen führt. Dresden wird schließlich auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. Bis 2030 werden etwa 48 300 Menschen mehr in der Landeshauptstadt leben. Andererseits machen die Zahlen deutlich, dass wir in Dresden längst keine Münchner Verhältnisse auf dem Mietwohnungsmarkt vorfinden. Rund drei Viertel aller Mieter zahlen aktuell Nettokaltmieten zwischen 4,65 und 7,00 Euro pro Quadratmeter. Rund die Hälfte aller Mieter zahlt zwischen 5,30 und 6,50 Euro pro Quadratmeter netto kalt für ihre Wohnung“.

Für den Mietspiegel 2015 wurden im Rahmen einer mündlichen Mieterbefragung mehr als 2 500 Mieterinnen und Mieter über ihre Wohnausstattung und Miethöhe befragt. Mehr als 1 400 Datensätze sind zusätzlich von großen Wohnungsunternehmen übermittelt worden. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen durch das Chemnitzer Unternehmen Chempirica. Die Auswertung der Daten wurde durch die Kommunale Statistikstelle der Landeshauptstadt Dresden begleitet.

Zum Hintergrund: Der Dresdner Mietspiegel ist seit vielen Jahren eine zuverlässige Übersicht über die in der Landeshauptstadt üblicherweise gezahlten Mieten, wie sie in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder geändert worden sind. Die im Mietspiegel ausgewiesene ortsübliche Vergleichsmiete dient laut Bürgerlichem Gesetzbuch zur Begrenzung von Mieterhöhungsverlangen in bestehenden Mietverträgen. Der Mietspiegel ist in der Projektgruppe Mietspiegel von den Interessenvertretern der Mieter und der Vermieter anerkannt. Damit liegt für die Jahre 2015 und 2016 in der Landeshauptstadt Dresden ein qualifizierter Mietspiegel vor.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden