Dresdner Museen geben einen Ausblick auf die nächste Saison

Dresden - "Es zählt nicht die Zahl der Besuche - was zählt ist der Besucher, jeder einzelne." Mit diesen Worten eröffnet Gisbert Porstmann, Direktor Museen der Stadt Dresden, die Pressekonferenz anlässlich der neuen Saison. Matt lächelnd blickt er auf das Hitzejahr 2018 zurück, in welchem es nicht so viele Besucher wie erhofft in die Museen der Stadt verschlagen hat. Der Besucherrückgang sei jedoch noch im Rahmen des vertretbaren.

Der Verband der Museen bildet eine Gemeinschaft, in der die Kollegen fächerübergreifend Anlaufstellen zum gemeinsamen Austausch finden. Seit nun mehr als zwei Jahren gibt es auch inhaltliche Abstimmungen untereinander. Besonders der jungen Zielgruppe möchten die Museen in dieser Saison viel bieten. Porstmann befürwortet beispielsweise den freien Eintritt zu den Kulturstätten bis zum 18. Lebensjahr. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Stadt zusätzliche Fördermittel in die Idee investiert. Im Leonhardi-Museum Dresden gibt es bereits eine große Nachfrage der Schulgruppen an inhaltlichen Themen. Bildungsinhalte der Museen könnten zukünftig noch besser auf den Unterrichtsplan abgestimmt werden. Die künstlerische Vergangenheit in Einklang mit der Gegenwart zu bringen soll eine Strategie sein, Jugendliche und Kinder an Geschichte zu interessieren - oder wissen sie, wann der erste Selfie-Stick erfunden wurde? Schnell sind sich die Vertreter der Institutionen einig, was sie sich für die Saison 2019 wünschen. Die Zielgruppe der Museen soll neben den Touristen vor allem auch die Dresdner sein, meint die Direktorin des Stadtmuseum Dresden Erika Eschebach.