Freie Kameradschaft Dresden beteiligt an Krawallen in Leipzig Connewitz

Dresden - Wie das Sächsische Innenministerium am Sonntag mitteilte, soll die rechtsextreme Vereinigung vergangenen Januar an den Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitzbeteiligt gewesen sein.

Das Innenministerium reagierte auf ein Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Laut Köditz waren mindestens acht Mitglieder der Neonazi-Gruppe an den Krawallen im Frühjahr 2016 beteiligt - insgesamt zogen 215 Menschen durch die Leipziger Wolfgang-Heinze-Straße und zerstörten mehrere Geschäfte und Kneipen. Auch Autos wurden beschädigt sowohl Pyrotechnik gezündet. Durch die Verwüstungen entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.

Am 30. November gingen Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die "Freie Kameradschaft Dresden" wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor (im Video seht ihr den Beitrag vom 30. November).
Insgesamt 14 Straftaten werden der Gruppe zur Last gelegt, darunter Beteiligung an der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, versuchter Brandstiftung, Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall sowie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Siebzehn mutmaßliche Täter zwischen 16 und 30 Jahren wurden bereits inhaftiert.

Sachsen Fernsehen berichtete über die Festnahmen vom 30. November

Die Mitglieder der "Freien Kameradschaft Dresden" besuchten laut Innenminister Markus Ulbig wiederholt die Pegida-Versammlungen. Neben den Krawallen in Leipzig sind weitere sieben Veranstaltungen zwischen November 2015 und Februar 2016 gelistet, an denen die Neonazi-Vereinigung beteiligt gewesen sein soll. Weitere  Details wurden aufgrund laufender Ermittlungen bisher nicht mitgeteilt.