Dresdner Philharmonie vor finanziellem Krisenjahr

Mit Beginn der Spielzeit 2012-13 verliert die Dresdner Philharmonie ihre Stammspielstätte, den Kulturpalast. +++ Einnahmeausfälle in Höhe von 461.000 Euro werden erwartet. +++ Neue Eintrittspreise und Rabattkarte in Planung. +++

Begründung:

Vorliegende Daten zum Nutzerverhalten, Erfahrungen aus der letzten Schließzeit des Kulturpalastes im Jahr 2007 und die vorgesehene Nutzung von Ausweichspielstätten machen eine Anpassung der Preisstruktur erforderlich.

Das Preistableau soll über alle Konzerte hinweg unabhängig von der individuellen neuen Spielstätte kostenneutral vereinheitlicht bzw. vereinfacht werden. Die Einführung der „Philharmonie Card“ als Maßnahme der Kundenbindung soll den Besuch aller preislich angeglichenen Spielorte und der dort stattfindenden Konzerte zu ermäßigten Preisen ermöglichen.

Trotz Umstellung des Preissystems ist von einem deutlichen Rückgang der Einnahmen aus Eintritten (Einzelkartenverkauf und Abonnement) auszugehen. Basierend auf den Erfahrungswerten aus der Schließzeit 2007 sowie Vergleichen mit Kultureinrichtungen anderer Kommunen, die von Baumaßnahmen betroffen waren, rechnet der Geschäftsbereich Kultur mit einem Umsatzausfall in Höhe von ca. 45 Prozent gegenüber dem regulären Spielbetrieb.

Da sich im laufenden Haushaltsjahr insbesondere die Neuabschlüsse bzw. Kündigungen von Abonnements finanziell auswirken, muss derzeit ein Unterschreiten der im Haushalt 2012 geplanten Einnahmen um 461.000 Euro einkalkuliert werden. Das Eintreten der prognostizierten Einnahmeausfälle hängt nicht zuletzt vom Umfang der werblichen Maßnahmen ab, welche die Dresdner Philharmonie außerplanmäßig umsetzen kann.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Geschäftsbereich Kultur

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