Dresdner Polizei engagiert sich verstärkt in Laubegast

Die Polizei ermittelt in verschiedenen Propagandadelikten und bedankt sich bei den couragierten Bürgerinnen und Bürgern in Laubegast und Leuben, die sich dem Rechtsextremismus

Polizeipräsident Dieter Kroll: „Die Polizeidirektion Dresden hat größten Respekt vor den couragierten Bürgerinnen und Bürgern aus Leuben und Laubegast, die sich dem alltäglichen Rechtsextremismus entgegenstellen.“

Im März 2012 hatte das Netzwerk „Vitae Laubegast“ im Kriminalpolizeilichen Rat der Landeshauptstadt Dresden auf das öffentliche Agieren einer offensichtlich rechtsextremen Kameradschaft im Dresdner Osten hingewiesen. Infolge dieser Schilderungen führte die Dresdner Polizei mehrere Maßnahmen durch.

Dieter Kroll: „Diese Gruppierung ist aktuell ein Schwerpunkt unseres Dezernates Staatsschutz. Die Mobile Einsatz- und Fahndungsgruppe (MEFG) ist seit Mai regelmäßig vor Ort und hat zusätzliche Erkenntnisse gewonnen. Wir kennen das Problem und haben auch die betreffenden Personen identifiziert. Aber nur ein bestimmter Umfang des Agierens der Nazis ist strafrechtlich fassbar. Umso wichtiger ist eben das bürgerliche Engagement.“

Diese Gruppierung umfasst derzeit 30 bis 40 Personen. Ihr Durchschnittsalter beträgt 24 Jahre. Sie treten insbesondere in den Stadtteilen Laubegast, Leuben und Tolkewitz auf. Die Polizeidirektion Dresden bearbeitet derzeit ein Dutzend Straftaten, die in Zusammenhang mit der Gruppierung stehen. Es handelt sich vor allem um sogenannte Propagandadelikte. Unter anderem hatten sie zweimal die Himmelfahrtskirche Leuben mit Hakenkreuzen beschmiert und wiederholt Aufkleber mit rechtsextremem Inhalt angebracht. Zudem hatte die Gruppierung durch ihr Auftreten Anwohner provoziert und eingeschüchtert. Zu Gewaltstraftaten kam es indes nicht.

Die Polizeidirektion Dresden hat in diesem Jahr den Kontakt mit den Interessenvertretern des bürgerlichen Engagements vor Ort deutlich verstärkt. Dieter Kroll: „Offensichtlich gehörten die Veranstalter der Bürgersprechstunde am Freitag nicht zu unseren bisherigen Gesprächspartnern in Laubegast. Anders kann ich mir das Missverständnis am Telefon nicht erklären. Am Gespräch unseres entgegennehmenden Kollegen lässt sich nichts aussetzen. Bei der Reaktion hätte ich mir allerdings eine größere Sensibilität gewünscht. Das wird sich so nicht wiederholen.“

Quelle: Polizei Dresden

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