Dresdner Polizei klärte Skimmingserie auf

Die Dresdner Polizei hat im Zuge intensiver Ermittlungen einem 24-jährigen Polen vier Fälle der Manipulation an Geldautomaten nachweisen können. Der verursachte Schaden beläuft sich auf etwa 110.000 Euro.+++

Anfang Mai haben mehrere Geschädigte bei der Dresdner Polizei angezeigt, dass unberechtigte Geldabhebungen von ihren Konten erfolgten. Die Abhebungen sind dabei immer im Ausland erfolgt.

Offenbar waren die Kartendaten der Geschädigten ausgespäht worden. Im Abgleich der vor den Unregelmäßigkeiten erfolgten Geldabhebungen der Geschädigten, hat sich herausgestellt, dass mehrere von ihnen im April einen Geldautomaten in einem Einkaufszentrum in der Dresdner Innenstadt nutzten. 

Weitere Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der Bilder der Überwachungskamera bestätigte, dass der Automat manipuliert worden war. An zwei Tagen im April hatte ein junger Mann an dem betroffenen Geldautomaten Technik zum Ausspähen von Daten angebracht. Zudem hatte er in zwei weiteren Fällen Daten an einem Geldautomaten in einem Einkaufszentrum an der Peschelstraße ausgespäht.

Mit den erlangten Kundendaten haben Komplizen Doubletten von Zahlungskarten hergestellt und nutzten diese zu Bargeldabhebungen in den USA, Kanada, Pakistan und der Dominkanischen Republik. Bislang sind den Ermittlern 60 Geschädigte bekannt. Durch die Abhebungen ist ein Schaden von 110.000 Euro entstanden.

Im Zuge der Ermittlungen konnte der junge Mann, welcher die Geldautomaten manipuliert hatte, identifiziert werden. Es handelt sich um einen 24 Jahre alten Polen. Er muss sich wegen Fälschung von Zahlungskarten verantworten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde von einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Dresden Haftbefehl gegen den 24-Jährigen erlassen. Auf Grund eines europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Dresden wurde der Beschuldigte in Krakau (Polen) verhaftet. Das Auslieferungsverfahren läuft derzeit.

Quelle: Polizeidirektion Dresden

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar