Dresdner Polizei prüft Veranstaltungscharakter

Immer wieder versuchen Geschäftemacher ahnungslosen Verbrauchern Geld aus den Taschen zu ziehen, indem sie schnellen Reichtum ohne großen Aufwand versprechen.

Die Masche ist dabei immer dieselbe. Durch Zeitungsinserate oder Mundpropaganda werden Interessenten für angebliche Nebentätigkeiten gesucht. Das Vertriebssystem, mit dem unter anderem auch gebührenpflichtige Seminare angeboten werden, arbeitet nach dem Prinzip der progressiven Kundenwerbung.

Der Seminarteilnehmer erwirbt sich das Recht, als Werber bei anderen Interessenten in Erscheinung zu treten. Wird der „Neueinsteiger“ in der Folge selbst Seminarteilnehmer verbucht der Werber einen Teil der Seminargebühren als Gewinn. Fest steht: In diesen Systemen verdienen nur Wenige das große Geld, die Meisten gehen „leer“ aus! Investiertes Geld ist oft verloren. Sogenannte Pyramiden- und Schneeballsysteme können einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb darstellen.

Die Dresdner Polizei prüft derzeit, ob am 29. März eine derartige Veranstaltung in der Dresdner Altstadt stattgefunden hat. An der Töpferstraße hatte eine Firma eine Veranstaltung durchgeführt. Der Veranstalter selbst hatte vergangenen Sonntag die Polizei gerufen, da ein Fernsehteam die Räume trotz Aufforderung nicht verlassen wollte.

Die Mitarbeiter der Redaktion „Escher“ hatten die Vermutung, dass die Seminarteilnehmer betrogen werden. Gegenüber den eingesetzten Beamten hatte sich jedoch keiner der Seminarteilnehmer als Opfer gesehen.

Die Polizisten nahmen die Personalien des Veranstalters auf. Teilnehmer der Veranstaltung, die sich durch die Firma geschädigt fühlen, können sich unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 bei der Dresdner Polizei melden.

Quelle: Polizei Dresden

++
Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.