Dresdner Rennverein trauert um Galopp-Trainer Lutz Pyritz

Dresden - Der Galopp-Trainer Lutz Pyritz ist tot. Die ehemalige Jockey-Legende ist im Alter von 60 Jahren plötzlich in Dresden verstorben.

Der Vorstand, die Geschäftsführung, Mitglieder und Freunde des Dresdener Rennverein 1890 e.V. sind zutiefst geschockt und in Trauer über den plötzlichen Tod.

Pyritz soll vor einer Woche nach einem Zusammenbruch auf der Heimrennbahn auf die Intensivstation eines Dresdner Krankhauses gebracht worden sein, wo er nun verstarb.

Der gebürtige Seeelower hatte 1974 in Berlin-Hoppegarten seine Lehre zum Rennreiter begonnen und schloss sie zwei Jahre später ab.

In seiner Jockey-Karriere hatte Lutz Pyritz 868 Rennen gewonnen, war viermal Jockey-Champion in der DDR: 1985 (71 Siege), 1986 (52), 1989 (71) und 1990 (79). Er erreichte mit Zigeunerheld, Zingaro und Filutek drei Derbysiege. Unvergessen ist der 8. Mai 1994, als er als Jockey sieben Rennen an einem Tag in Dresden gewinnen konnte. Im gleichen Jahr war er mit 75 Siegen Fünfter im deutschen Jockey-Championat.

Im Jahr 1998 wechselte Pyritz ins Trainermetier und begann seine Arbeit auf der Rennbahn in Dresden-Seidnitz. Seither erreichte er 176 Siege mit seinen Schützlingen. 2014 hatte er mit 24 Siegen sein erfolgreichstes Jahr als Trainer, wurde für die 14 Siege auf der Heimbahn auch mit dem "Silbernen Hufeisen" geehrt.

"Lieber Lutz, mit dir verlieren wir einen lieben Freund und Experten, der für den Galopprennsport lebte. Du hattest dein Herz stets am rechten Fleck und wirst allen mit deiner ruhigen und herzlichen Art in Erinnerung bleiben. Wir werden dich sehr vermissen und nie vergessen!", so der Dresdner Rennverein auf seiner Webseite.

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