Schildkröten erobern ihre Sommerresidenz

 

Dresden – Die Dresdner können nun wieder die ältesten Tiere der Stadt bestaunen. Im Zoo der Landeshauptstadt sind die Riesenschildkröten in ihr Sommergehege umgezogen. Am Montag Mittag hieß es für die Reptilien "raus ins Grüne". Mit schwerem Gerät wurden die Vier, von der jede über 100 Kg wiegt, transportiert.

Seit Oktober hatten die ältesten Bewohner des Tierparks in ihrem Winterquartier gewohnt. Da Landschildkröten eine Temperatur um die 25 Grad Celsius bevorzugen, verbrachten die Hugos die Wintermonate in einem für Besucher nicht zugänglichen Bereich. Ab sofort können sie wieder in ihrem Sommergehege bestaunt werden.

Das die Schildkröten, die allesamt auf den Namen "Hugo" hören, zwischen 122 und 218 Kilogramm wiegen, musste extra ein Traktor zum Transport anrücken. Den Transport haben die Riesenschildkröten von den Seychellen gut überstanden, versichert Tierpfleger Michael Scheffert.

Hugo 1 und 2 leben übrigens bereits seit 1974 und 1976 im Dresdner Zoo. Hugo 3 und 4 hingegen kamen im Jahr 2014 hinzu und vervollständigen das Hugo-Quartett. Mit gewohnter Bequemlichkeit erkundeten die vier Schildkröten den grünen Rasen. Mit großer Gelassenheit ließen sie sich sogar von den anwesenden Journalisten streichlen.

© Sachsen Fernsehen
© Sachsen Fernsehen

Damit die Besucher des Dresdner Zoos die gemütlichen Riesen künftig ganzjährig bestaunen können, wird aktuell ein gläsernes Schildkrötenhaus geplant. Der entsprechende Antrag sei bereits eingereicht. Lediglich die Baugenehmigung fehlt derzeit noch, heißt es von Seiten des Zoos.

Der Raum soll tropisch und mit einem eigenen Badeteich sowie Pflanzen ausgestattet sein, damit sich die Schildkröten richtig heimisch fühlen können. Sollte es im Zoo nämlich einmal unter 10 Grad haben, können sich die empfindlichen Tiere schnell einen unangenehmen Schnupfen einfangen, erklärt Scheffert.