Dresdner schlafen sachsenweit am schlechtesten

Dresden - Gesunder Schlaf fördert die Gesundheit, das Leistungsvermögen und die Produktivität am Arbeitsplatz. Allerdings treten immer weniger Menschen ihren Arbeitstag ausgeschlafen an. So kommt der BARMER Gesundheitsreport 2019 zu dem Ergebnis, dass etwa jeder 36. Beschäftigte in Sachsen nicht richtig ausgeschlafen ist.

Insgesamt leiden im Freistaat mehr als 55.000 Beschäftigte unter ärztlich attestierten Ein- und Durchschlafstörungen. Im bundesweiten Vergleich schlafen jedoch die Sachsen insgesamt besser als Beschäftigte in anderen Regionen Deutschlands. Dennoch gibt es auch im Freistaat regionale Unterschiede. Beschäftigten im Erzgebirgskreis wurden sachsenweit am seltensten Ein- und Durchschlafstörungen attestiert. Knapp 23 von 1.000 Beschäftigten waren hier betroffen. In Dresden dagegen fanden sich mit rund 30 von 1.000 die meisten Betroffenen.

Dunkelziffer liegt deutlich höher

Wie eine repräsentative Befragung der Bevölkerung zur Schlafgesundheit aus dem Jahr 2018 vermuteten lässt, liegt die Dunkelziffer deutlich höher. Hier geben rund 37 Prozent der Sachsen zwischen 15 und 74 Jahren an, nicht ausreichend lange zu schlafen. „Anhaltender Schlafmangel macht krank oder verlangsamt das Gesundwerden. Wer nicht ausgeruht ist, kann sich schlechter konzentrieren. In der Folge erhöht sich die Fehlerquote im Arbeitsalltag. Im schlimmsten Fall sind unausgeschlafene Beschäftigte sogar ein Sicherheitsrisiko, etwa dann, wenn sie einen PKW oder LKW fahren“, mahnt Martin Morawietz, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Dresden. Er fordert mehr Prävention von Schlafstörungen in Schule und Beruf sowie eine höhere Behandlungskompetenz bei Ärzten, Therapeuten und Angehörigen anderer Gesundheitsberufe.

Erholsamen Schlaf unterstützen

Wer schlecht einschlafen kann oder in der Nacht mehrfach aus dem Schlaf gerissen wird, kann sich schwer erholen. So wird es auch für Arbeitgeber immer wichtiger, sich um die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation ihrer Beschäftigten zu kümmern. „Unsere Berater Gesundheitsmanagement helfen Unternehmen dabei Gesundheitsangebote zu entwickeln, die direkt auf die Bedürfnisse des einzelnen Betriebs zugeschnitten sind“, sagt Morawietz. Um allerdings den Schlaf und damit die wichtige Erholung für den Arbeitsalltag zu verbessern, bedarf es nicht nur präventiver Maßnahmen durch Arbeitgeber, sondern auch der Selbstdisziplin von Beschäftigten, sowie rechtzeitiger medizinischer Diagnosen und Therapien.