Anzeige Dresdner Schüler bauen Stadt der Zukunft

Dresden - Unter der Überschrift "Wie wollen wir (zusammen) leben?" haben sich heute 100 Dresdner SchülerInnen aus 4. und 5. Klassen unterschiedlicher Schulmodelle im tjg. theater junge generation zur 2. Dresdner Zukunftskonferenz der Kinder versammelt.

Unter der Anleitung von KünstlerInnen hatten sich die SchülerInnen im letzten halben Jahr damit auseinandergesetzt, wie sie ihre Stadt aktuell erleben und wie sie sich ein gutes Zusammenleben in Zukunft vorstellen. Ihre Gedanken, Visionen und Utopien mündeten in der Konferenz, die ohne Anleitung Erwachsener von ihnen moderiert und durchgeführt wurde.

Auf der Grundlage all ihrer Fragen und Erkenntnisse haben die Kinder heute auf verschiedene Weise gemeinsam an Lösungen gearbeitet, diese in 33 selbstgebauten Objekten abgebildet und aus selbigen eine Stadt der Zukunft auf der Großen Bühne des tjg. entstehen lassen. So entstanden etwa eine Meldezentrale für Ungerechtigkeiten, eine Konfliktkabine sowie eine Umweltschutzzentrale und verschiedene Orte der Ruhe. Am Nachmittag präsentierten die SchülerInnen ihre Ergebnisse mittels Moderation und Führungen durch ihre Stadt der Zukunft der Öffentlichkeit auf der Großen Bühne des tjg..

Dazu Felicitas Loewe, Intendantin tjg. theater junge generation: "Kinder und Jugendliche sind Teil der Gesellschaft und das tjg. setzt sich immer dafür ein, dass Kinder ernstgenommen werden und die Chance bekommen, gleichberechtigt Gesellschaft mitzugestalten. Die heutige Zukunftskonferenz zeigt exemplarisch und eindrucksvoll, dass das funktioniert."

Ein Anliegen der in Zusammenarbeit mit dem Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden durchgeführten Zukunftskonferenz ist es somit, Kindern mit ihren Vorstellungen und Bedürfnissen eine Stimme zu geben und sie in die Diskussion um die Stadt von morgen einzubeziehen. Sie sollen erleben, dass es sich lohnt, in demokratische Aushandlungsprozesse einzutauchen, sich eine Position zu erarbeiten und diese zu vertreten.

© Sachsen Fernsehen

Dazu Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden: "Kinder und Jugendliche beschäftigen sich mit Themen die die Zukunft unserer Stadt beschäftigt. Im Bewerbungsprozess als Kulturhauptstadt Europas wollen wir uns auch mit diesen Sichtweisen auseinandersetzen. Das tjg setzt mit der Zukunftskonferenz ein wichtiges Signal auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025."

Eine Fortsetzung der Zukunftskonferenz ist für die kommende Spielzeit bereits geplant.

SchülerInnen von folgenden Schulen waren an der 2. Dresdner Zukunftskonferenz der Kinder beteiligt: 55. Oberschule Dresden-Plauen, Grundschule Johanna, Gymnasium Tolkewitz, Freie Werkschule Meißen

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