Dresdner Schwebebahn stößt mit LKW zusammen

Der Fahrer des Mercedes musste in Dresden-Loschwitz auf dem Veilchenweg verkehrsbedingt direkt unter der Schwebebahn halten. Kurz darauf touchierte eine herannahende Gondel die Aufbauten des Lkw und blieb hängen. +++

Am Dienstagnachmittag ist eine Gondel der Dresdner Schwebebahn gegen einen Lkw Mercedes auf dem Veilchenweg gestoßen.

Der Fahrer des Mercedes (38) war auf dem Veilchenweg unterwegs und musste verkehrsbedingt direkt unter der Schwebebahn halten. Kurz darauf touchierte eine herannahende Gondel die Aufbauten des Lkw und blieb hängen. Der Veilchenweg hat in diesem Bereich eine Höhenbegrenzung von 2,50 Meter, der Lkw erreichte 3,60 Meter. 

Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls rund 40 Fahrgäste in den zwei Wagen der Schwebebahn. Alle blieben unverletzt. Die von der Feuerwehr geleitete Evakuierung lief an beiden Fahrzeugen reibungslos und dauerte nur rund 30 Minuten. Die Wagen verharrten in günstigen Positionen und alle Personen konnten über angestellte Leitern unkompliziert evakuiert werden. Gegen 15:00 Uhr lösten die Bergbahnspezialisten den betroffenen Wagenkasten der Schwebebahn vom LKW und zogen ihn einige Meter den Elbhang hinauf. Dadurch konnte der LKW den Weg frei machen.

Die erste Untersuchung des Unfallwagens der Schwebebahn ergab Blech- und Lackschäden am Fahrzeugboden, am Frontblech sowie eine Delle an der linken Fahrzeugseite.

Sicherheitsrelevante Teile sind nicht betroffen. Das soll durch weitere Prüfungen des Fahrwerks und der Bremseinrichtungen noch heute Abend bestätigt werden. Spätestens morgen mit Betriebsbeginn soll die Bahn wieder wie gewohnt im Einsatz sein. Die erste planmäßige Fahrt findet 10:05 Uhr statt. Die Experten gehen von einem Schaden allein an der Bahn von mehreren tausend Euro aus. Immerhin sind die denkmalgeschützten Wagen Unikate. Die schnelle Reaktion des Fahrdienstleiters und die automatische Abschaltung der Bahn haben größere Schäden und einen längeren Ausfall verhindert.

Wenn ein Wagen der Schwebebahn in luftiger Höhe einen Zusammenstoß hat, ist das stets ein ungewöhnlicher Zwischenfall. Solche Kuriositäten passieren zum Glück sehr selten und sie gingen für Fahrgäste und Bedienstete fast immer glimpflich aus. Solch ein Zusammenstoß kann auch nur am Veilchenweg passieren, weil das die einzige Straße ist, die von der Bahn „überschwebt“ wird. Aus diesem Grund gibt es dort eine Beschränkung der Durchfahrtshöhe von 2,50 Metern. Die genauen Umstände des Unfalls werden nun durch die Ermittlungsbehörden analysiert.    

Neben der Polizei waren fast 50 Feuerwehrleute sowie 20 Rettungskräfte im Einsatz.

Quelle: Polizei Dresden/DVB AG