Dresdner Short Track-Herrenstaffel im Finale der EM in Dresden

Die Herrenstaffel hat sich bei der Short Track EM auf den letzten Metern für das Finale qualifiziert. Die Damenstaffel wurde im Halbfinale knapp Dritte. Über die 500 Meter-Distanz siegten die Italienerin Arianna Fontana und der Russe Victor An. +++

Emotionen pur am Samstag in der EnergieVerbund Arena: Nach einer sehenswerten Aufholjagd sicherte sich die deutsche Herren-Staffel um Paul Herrmann, Christoph Schubert, Robert Seifert und Daniel Zetzsche vor 1500 begeisterten Zuschauern den Einzug in Finale. Schlussläufer Herrmann war auf der Zielgeraden zu Sturz gekommen, doch Rang zwei hinter der starken Staffel aus den Niederlanden bedeutete die Qualifikation für das entscheidende Rennen am Sonntag. „Wir haben alle Energie und Emotionen in das Rennen gesteckt, wollten dieses Zwischenziel unbedingt erreichen“, sagte Seifert. Und Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev fügte nach dem Halbfinale hinzu: „Wir wollten zeigen, dass wir wieder konkurrenzfähig sind. Das ist uns gelungen.“

Dramatisch ging es auch bei den Damen zu: Lange Zeit in aussichtsreicher Position liegend, stürzte die 15-jährige Anna Seidel und überquerte die Ziellinie nur als Dritte. Die Enttäuschung über das Aus im Halbfinale war bei den Lokalmatadorinnen entsprechend groß. „Das Publikum war grandios. Wir haben alles gegeben, aber am Ende hat es leider nicht gereicht“, so Bianca Walter. 

Neben den Staffelrennen gingen am Samstag auch die Einzelentscheidungen auf der 500 Meter-Distanz über die Bühne. Tagessiege durften die Italienerin Arianna Fontana und der Russe Victor An feiern. Die fünfmalige Europameisterin Fontana siegte vor Tatiana Borodulina und Jorien ter Mors. Die Niederländerin behauptete sich allerdings in der Mehrkampf-Gesamtwertung vor der Tagessiegerin. Tina Grassow, die als einzige Deutsche das Halbfinale erreicht hatte, kam in der Endabrechnung auf Rang acht ein und ist aktuell Gesamt-Elfte. Grassow stellte wie Paul Herrmann eine neue persönliche Bestzeit auf.

Einen neuen Rekord gab es auch für Robert Seifert: Der Olympiastarter verbesserte durch seinen Lauf mit einer Zeit von 41,070 Sekunden den Deutschen Rekord um exakt 0,086 Sekunden, musste allerdings wie Paul Herrmann das Aus im Viertelfinale hinnehmen. Victor An siegte vor dem Niederländer Sjinkie Knegt und Vladimir Grigorev. In der Mehrkampfwertung rangiert An nun hinter 1500-Meter-Sieger Semen Elistratov. Robert Seifert und Paul Herrmann folgen auf den Plätzen 17 und 18. 

Am Sonntag, dem letzten Tag der Europameisterschaft, stehen ab 14.10 Uhr die Entscheidungen über 1000 Meter, im 3000-Meter-Super-Finale der Mehrkampf-EM sowie in den Staffeln auf dem Programm. Tickets gibt es zum Preis von 9 Euro bzw. ermäßigt 5 Euro.

Quelle: ISU Short Track Europameisterschaft