Anzeige Dresdner Sinfoniker spielen zur Elbkarawane auf

Dresden -  Am 4. September um 18.30 Uhr gesellen sich fünf historische Schaufelraddampfer zum Orchester auf seiner schwimmenden Bühne - DIE ELBKARAWANE. Vom Elbstrand aus und auf den Dampfern erlebt das Publikum ein vollkommen neues Konzertformat vor dem Hintergrund der grandiosen Dresdner Altstadt.

Bereits 12 Uhr mittags starten die Dresdner Sinfoniker mit kleinen Booten in Dresden-Pillnitz. Auf ihrem Weg in die Dresdner Innenstadt geben die einzelnen Instrumentalgruppen des Orchesters an zahlreichen Anlegestellen sowie an Kieselstränden und Uferwiesen der Elbe kostenfreie Mini-Konzerte. Wer mag, kann ihnen auf dem Fahrrad oder im eigenen Faltboot von Haltepunkt zu Haltepunkt folgen und musikalische Entdeckungen machen. Orte und Zeiten dieser kurzen Auftritte sind unter www.dresdner-sinfoniker.de/elbkarawane zu finden.

Nach der Ankunft in der Dresdner Altstadt wechseln die Musiker*innen das Transportmittel, bereit für den Höhepunkt der Elbkarawane. Auf einem 100 Meter langen Schubverband erreichen sie ihre endgültige Position inmitten der Elbe.

Für 1.000 Zuschauer*innen ist ein Areal mit bester Sicht und Akustik am Elbstrand des Königsufers reserviert. Von hier spannt sich die Konzertbühne vor dem am Strand sitzenden Publikum perfekt auf. Mehrere hundert Meter lang reihen sich die Dampfer am gegenüberliegenden Terrassenufer, vor ihnen mittig der Schubverband mit dem Orchester der Dresdner Sinfoniker. Für alle Konzertbesucher*innen gilt die bekannte 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Tickets für den Elbstrand können vor der Veranstaltung online unter https://pretix.eu/DresdnerSinfoniker/elbkarawane/ oder www.dresdner-sinfoniker.de/elbkarawane erworben werden.

Auch auf den Dampfern der Weißen Flotte ist das Konzert bei einem Abendessen zu erleben:

https://ticket.saechsische-dampfschifffahrt.de/index.php?&linie_id=231&hinfahrt_datum=1630706400

 

© Dresdner Sinfoniker

Besondere Solisten in spektakulärem Setting

Auf dem Programm steht ein Concerto Grosso für fünf Schaufelraddampfer und Orchester. Der Komponist Andreas Gundlach setzt im Eröffnungsstück neben Bläsern, Schlag-werk, Klavieren und einem Streichquintett die Dampfpfeifen von fünf Passagier-dampfern ein und behandelt sie dabei wie Solisten. Genauso wie die Schiffe selbst sind ihre alten Dampfpfeifen einmalige Charaktere, haben unterschiedliche Stim-mungen und können differenzierte Töne von unglaublicher Lautstärke produzieren. Im Konzertstück werden die Dampferpfeifen „Unterhaltungen“ mit einzelnen Orchesterinstrumenten beginnen, sich in Akkorde einfügen und dabei Dampfstöße in den Abendhimmel schicken. Einen wichtigen Beitrag zum Konzertabend leisten dabei auch die fünf Schiffsbesatzungen: Unermüdliche Heizer sorgen für einen konstanten Kesseldruck, die Kapitäne bedienen die Dampfpfeifen per Pedal. Auf jedem Schiff wird es außerdem einen eigenen Schiffsdirigenten geben, der die Partitur verfolgt und die Anweisungen des Hauptdirigenten Premil Petrović auf dem Schubverband an den Kapitän weitergibt. Im Teamwork wird so die Dampfpfeife zum Orchesterinstrument. 

Die Flotte

Die Schaufelraddampfer der Dresdner „Weißen Flotte“ sind etwas ganz Besonderes. Seit 1836 transportieren sie Gäste zu den landschaftlichen Attraktionen an der Elbe vor den Toren Dresdens. Heute verfügt Dresden mit neun voll funktionsfähigen historischen Schiffen über die größte und älteste Raddampferflotte der Welt. Die Raddampfer „Dresden“, „Meißen“, „Krippen“, „Leipzig“ und „Diesbar“ nehmen am Konzert der Dresdner Sinfoniker teil.

Spannendes Konzertprogramm

Nach diesem fulminanten Auftakt folgt als zweite Uraufführung des Abends „Being“ von Michael Torke, einem der führenden amerikanischen Komponisten. Das Stück für 24 Instrumentalist*innen ist in neun Sektionen unterteilt, die ohne Unterbrechung aufeinanderfolgen. Torke gilt als Vertreter des Post-Minimalismus, also jener Rich-tung, die der Minimal Music der 1960er Jahre mit ihren spannungsfreien Repetitionen kleinster motivischer Einheiten wie bei Steve Reich neue Elemente aus Jazz und Pop hinzufügen. So entsteht bei Torke pure Freude am Rhythmus und eine Musik, die gute Laune versprüht und immer wieder mit neuen Einfällen überrascht. Torke gelingt das Kunststück, für viele zugänglich und gleichzeitig komplex und vielschichtig zu sein.  

Ein internationales Orchester spielt für Dresden und seine Gäste

Die Dresdner Sinfoniker sind ein hochspezialisiertes Orchester für Neue Musik, das mit seinen visionären, sozial wie politisch engagierten Projekten weltweit präsent ist. Am Samstag, dem 4. September 2021 aber bleiben die Musiker*innen in ihrer Heimatstadt und holen ihre Zuhörer dort ab, wo diese zuhause sind. Mit einem großen Projekt im öffentlichen Raum wollen sie ein engagiertes Zeichen setzen und bekräftigen, dass auch und gerade in Zeiten der Pandemie der Kontakt zwischen Künstler*innen und Publikum nicht abreißen darf.

Konzertprogramm:

Andreas Gundlach (*1975) „Vapora Fortis“  Concerto Grosso für fünf Schaufelraddampfer und Orchester (Uraufführung)

Michael Torke (*1961) „Being“ (Uraufführung) 

Konzertbeginn: 18:30 Uhr | Einlass ab 17 Uhr
Veranstaltungsgelände: Elbstrand am Königsufer nahe der Augustusbrücke