Dresdner solidarisieren sich mit Jenaer Jugendpfarrer

Hausdurchsuchung beim Jenaer Jugendpfarrer Lothar König. Er soll am 19.2. in Dresden zu Gewalt gegen die Polizei aufgerufen haben. Die Dresdner solidarisieren sich mit ihm. +++

Am Mittwoch dieser Woche wurde die Wohnung des Jenaer Stadtrates und Stadtjugendpfarrers Lothar König, von der Staatsanwaltschaft Dresden durchsucht. Der Jenaer Pfarrer hatte sich am 19. Februar an den Protesten gegen die Nazidemonstrationen beteiligt. Nun wird ihm unter anderem „aufwieglerischer Landfriedensbruch“ vorgeworfen.

Dresdner Bürger sind empört und solidarisierten sich am Donnerstag öffentlich vorm Landgericht mit dem Jenaer – sie sind von seiner Unschuld überzeugt.
 
Interview mit Josephine Fischer, Initiativgruppe „Sachsens Demokratie“ (im Video)

Lothar König soll am 19. Februar unter anderem von einem inzwischen sichergestellten Fahrzeug aus zur Gewalt gegen Polizisten angestachelt haben.
 
Interview mit Jan Hille, Staatsanwaltschaft Dresden (im Video)

Der Beschuldigte widersprach den Vorwürfen, „er habe mit der Anmeldung einer Spontandemonstration während der Proteste zur Deeskalation beigetragen.“

Nach der Erfassung über einer Million Handydaten, stehen die Sächchsischen Behörden auch nun wieder in der Kritik. Weder das Thüringer Innenministerium noch die Polizei vor Ort sollen über den Einsatz der Sächsischen Polizei in Kenntnis gesetzt worden sein. Die Dresdner Staatsanwaltschaft weist diese Kritik zurück. 

Interview mit Jan Hille, Staatsanwaltschaft Dresden (im Video)
 
Lothar König könnten bei einer Verurteilung bis zu 6 Monaten Freiheitsstrafe drohen. Die Fraktion DIE LINKE stellte zu diesem Thema am Freitag einen Antrag im Sächsischen Landtag.

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