Dresdner Umundu-Fans lieben das Kompost-Klo als stilles Örtchen

Das Umundu Festival in Dresden macht aktuell in zahlreichen Veranstaltungen auf den notwendigen Schutz der Böden aufmerksam. Am Mittwoch trafen sich Naturfreunde, um über die Vor- und Nachteile der Kompost-Toiletten zu diskutieren. +++

Noch bis diesen Samstag findet das Umundu Festival in Dresden statt. In diesem Jahr findet die Aktionswoche unter dem Motto „Unter uns der Boden – Warum Böden unsere Aufmerksamkeit brauchen“ statt.

Interview im Video mit Christian Bärisch, Sprecher Umundu

Umundu ist eine Initiative von Ehrenamtlichen, die Themen, wie „Nachhaltige Entwicklung“ stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken wollen.

Interview im Video mit Christian Bärisch, Sprecher Umundu

Circa 100 Veranstaltungen finden im Rahmen des Festivals in Dresden statt. So trafen sich zum Beispiel am Mittwochnachmittag Umwelt-Interessierte bei der Veranstaltung „Klug scheißen – Kompostklo und Gemeinschaftsgarten“ in der Dresdner Johannstadt. Wie man die eigenen Hinterlassenschaften mithilfe eines Kompostklos dem Boden zukommen zu lassen und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun kann, darüber haben sich die Naturfreunde dabei informiert. Ein ganz praktische Lösung sind etwa die sogenannten Trockentoiletten. Sie finden bereits jetzt Anwendung bei Festivals und ersetzen herkömmlichen Dixitoiletten. Hier werden feste und flüssige Bestandteile der menschlichen Notdurft getrennt, wodurch weniger bis keine Gerüche und nach frühstens zwei Jahren auch fruchtbarer Boden entstehen. Hobbygärtner und Interessierte können sich noch bis zum 24. Oktober rund um das Thema Boden bei Workshops oder Vorträgen informieren.

Interview im Video mit Christian Bärisch, Sprecher Umundu

Zwar sind die Veranstaltung auf weniger Interesse gestoßen als im vergangenen Jahr, dennoch sind die Organisatoren zufrieden mit der Resonanz und denken bereits über eine 8. Auflage der Dresdner Themenwoche nach.