Dresdner Weihnachtscircus legt großen Wert auf Tierschutz

Mala, Timba und Kenia, das sind die drei Elefentendamen die ab
Mittwoch im Dresdner Weihnachtscircus Zirkusfans begeistern. Regelmäßig
kritisieren Tierschützer die Haltung von Wildtieren sowohl im Zirkus als
auch in Zoo’s.+++

So wollen auch die Tierbefreiung Dresden und der Anima Verein zur Premiere des Weihnachtscircus für einen Zirkus ohne Tiere demonstrieren. Verhaltensforscher Dr. Immanuel Birmelin hat die Elefantendamen über längere Zeit beobachtet. Beruhigend führt er an: Den Damen geht es prächtig.

Immanuel Birmelin, Verhaltensforscher

Unter der Aufsicht von Birmelin nahm Tierlehrer Frankello mit Mala an einem Experiment teil. Dazu wurde sie vor einen Spiegel gestellt. Ziel war es bei ihr eine Selbstwahrnehmung festzustellen. Das wurde bisher nur bei Menschen, Primaten und Waalen nachgewiesen. Zunächst aggressiv erkannte Mala sich tatsächlich wieder. Für Birmelin der Beweis, dass Elefanten über eine besondere Intelligenz verfügen.

Während des Experimentes konnte sich der Verhaltensforscher zudem ein genaues Bild von der Beziehung zwischen Tier und Mensch machen.

Um Kritikern zu zeigen, wie Mala und ihre Freundinnen während der Zeit beim Weihnachtscircus leben, bietet Frankello in den Pausen während der Tiershow kleine Führungen an.

Sonni Frankello, Tierlehrer

Die Elefanten stammen ursprünglich aus Afrika und leben seit ihrer Kindheit bei Sonni Frankello auf einem Elefantenhof in Mecklenburg.

Sonni Frankello, Tierlehrer

Ab Mittwoch kicken die Elefantendamen Bälle durch die Manege, führen Zaubertricks vor und messen sich mit dem Publikum im HullaHoop.