Dresdner wollen die Automarke Saab kaufen – INTERVIEW mit dem Initiator

In Dresden hat sich ein Verein namens ,Rescue Saab‘ gegründet. Ziel der Mitglieder ist es, das angeschlagene Unternehmen zu kaufen!

„Saabfahrer sind keine Verbraucher, Konsumenten oder Fahrzeughalter. Bei Saab-Fahrern redet man von Liebhabern, Enthusiasten und Individualisten. Von Visionären und Machern.“ – So der Dresdner Tobias Kaboth.

Kaboth hat etwas ganz Unglaubliches auf die Beine gestellt: Er hat einen Verein gegründet, um die Automarke Saab zu retten.

Wie das möglich ist? Tobias Kaboth, Geschäftsführer beim autorisierten Saab-Händler mobilforum Dresden weiß es: „Die Gerüchte und negativen Schlagzeilen reißen nicht ab. Die Meldungen vom Untergang der Traditionsmarke Saab verdichten sich. Aus diesem Grund rufen unsere Kunden Tag und Nacht an, um die aktuellsten News zu hören. Und uns dabei zu versichern, dass für sie kein anderes Fahrzeug in Frage kommt.“ So entstand die Idee, Saab zu retten und das Unternehmen zu kaufen.

„In einem nächtlichen Brainstorming haben wir den Verein ,Rescue Saab e.V.‘ gegründet und eine Website entworfen: www.rescue-saab.com . Auf dieser soll die Community gebündelt und ihr ein Sprachrohr gegeben werden.“
 
Mit der Einzahlung einer Aufnahmegebühr von 50 bis 500 Euro wird der Einzahlende Vereinsmitglied und beim späteren Kauf des Unternehmens Saab-Aktionär. Je nach Höhe seiner Einzahlung erhält er Optionsscheine.

„Wir wollen nicht tatenlos dem Niedergang unserer geliebten Fahrzeugmarke zusehen: Wir lieben Saab – wir retten Saab!“, unterstreicht Michael Hesse, 2. Geschäftsführer im mobilforum Saab die verrückte Idee.

Alles läuft sauber und wird notariell beglaubigt sowie treuhänderisch verwaltet. Rechtsantwalt Martin Adam (BSK Dresden) und Unternehmensberater Mathias Oldenburg stellen den rechtlichen Hintergrund. Sollte die Idee scheitern und die eingezahlte Summe für den Kauf nicht reichen, erhält ausnahmslos jeder sein Geld zurück.

Den Initiatoren der Aktion „Rescue Saab“ vom mobilforum Dresden ist bewusst, dass das eine irrwitzige Idee ist. Ein Unternehmen wie Saab zu kaufen erfordert natürlich etwas mehr als einen Verein und eine Website.

Aber die ersten, weltweiten Zusprüche ermutigen den Verein, dran zu bleiben.

Ein interessierter Investor erkennt durch den Zuspruch der Community „Rescue Saab“ das Potenzial, welches in der Marke Saab steckt und wie loyal die Gemeinschaft der Saab-Fahrer und -Freunde ist.

Bestenfalls unterstützt der Verein diesen Investor mit dem eingenommenen Geld oder mit dem Feedback der treuen Saab-Klientel.

Einige prominente Saab-Fahrer wie Stefan Raab, Bastian Pastewka, aber auch Bill Gates, Steven King oder Jay Leno werden zwecks Unterstützung der Aktion angeschrieben. „Mit deren Zusage, mit deren Namen schaffen wir es und Saab wird überleben!“, geben sich Kaboth und Hesse optimistisch. 

UPDATE:

Bereits 3.500 Mitglieder haben sich der Initiative angeschlossen und 10.000 Euro wurden bereits zugesagt.

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