DREWAG und ENSO bauen eine gemeinsame Verbundleitstelle

Dresden - Die DREWAG und ENSO bauen eine neue, gemeinsame, hochmoderne Verbundleitstelle an einem neuen Standort im Gelände des Innovationskraftwerkes Reick. Eine solche Leitstelle sichert die Kernkompetenz der beiden Unternehmen bei der Systemführung – sprich der Steuerung der Strom- und Gasnetze im gesamten DREWAG und ENSO-Gebiet.  (Dresden und Ostsachsen/Lausitz) für rund 800.000 Netzkunden. 

Mit der schrittweisen Zusammenführung der bisherigen sechs Leitstellenstandorte von DREWAG NETZ und ENSO NETZ zunächst für Strom und Gas eröffnet sich perspektivisch auch die Möglichkeit, die Medien Wasser und Fernwärme in der gemeinsamen Leitstelle zu integrieren Die genauen Pläne stellten heute die Verantwortlichen beider Unternehmen in der Historischen Schaltwarte im Kraftwerk Mitte – dort, wo 1895 alles begann – vor. 
Versorgungssicherheit rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr – für uns alle ist dies selbstverständlich. In ihrer neuen Verbundleitstelle bündeln DREWAG und ENSO künftig die Überwachung ihrer Versorgungssparten. „Wir werden hier in modernste Leittechnik investieren und sichern damit auch in Zukunft den zuverlässigen Betrieb der technischen Anlagen und Netze zur Strom-, Erdgas-, Fernwärme- und Wasserversorgung“, so DREWAG- und ENSO-Chef Frank Brinkmann. Später werden rund 70 Mitarbeiter zum Team der Verbundleitstelle gehören, das im Drei-Schicht-System die komplexen Abläufe und Prozesse rund um die Uhr steuert und überwacht. 

© Sachsen Fernsehen
© Sachsen Fernsehen
© mauell

„Das Leitsystem visualisiert z. B. alle wichtigen Prozessinformationen aus den Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetzen, den Umspannwerken, Hochbehältern, Pumpwerken, Wärmeübertragerstationen, Gasregelstationen, Speichereinheiten und Erzeugungsanlagen“ erläutert Torsten Schöley, Leiter der zentralen Verbundleitstelle. „So können unsere Mitarbeiter mit gezielten Schalthandlungen den Anlagen- und Netzbetrieb optimieren. Bei Störungen sind wir in der Lage, den Fehler über das Leitsystem schnell einzugrenzen.“ 

Damit wird ein neuer Standort mit hochverfügbarer Gebäudeinfrastruktur, z. B. Blackoutsicherheit, für die Leitstelle und das ebenfalls neu entstehende Rechenzentrum geschaffen. 
Synergien werden sich aus der gemeinsamen Nutzung des Standortes, der aufwändigen Infrastruktur und dem gemeinsamen Sicherheitskonzept für alle Medien und für beide Unternehmen erschließen. 
Es wird auch bei der Prozessleittechnik, den Anforderungen an eine kritische Infrastruktur und bei Personal sowie der Aus- und Weiterbildung viele Vorteile geben. 

Sechs Leitsysteme unterschiedlicher Hersteller werden in ein neues Prozessleitsystem für die Medien Strom, Gas, Wasser und Fernwärme zusammengeführt. 
Damit werden die Anforderungen an den derzeitigen und zukünftigen Netzbetrieb, die IT-Sicherheitsanforderungen und das Informationssicherheitsmanagement vollständig umgesetzt. 
Zudem werden die Voraussetzungen für den Ausbau und das Angebot  von Dienstleistungen für den Konzern und andere Stadtwerke geschaffen. 

Das Gebäude mit drei Etagen soll Mitte 2020 fertig sein. Die Inbetriebnahme der Medienführung erfolgt seriell, beginnend im Februar 2021 mit der Sparte Strom. 

Insgesamt investiert der Unternehmensverbund rund 24 Mio. Euro in dieses anspruchsvolle Projekt.