DRF und ADAC betreiben Luftrettung im Freistaat bis 2026

Dresden - Die Landesdirektion Sachsen hat am Freitag den Zuschlag für die Vergabe der Konzessionsverträge zur Luftrettung ab dem Jahr 2019 für eine Dauer von acht Jahren erteilt. Die Luftrettung an den Stationen Bautzen und Dresden wird der DRF Deutsche Stiftung Luftrettung gAG und an den Stationen Leipzig und Zwickau der ADAC Luftrettung gGmbH übertragen.

Beide Gesellschaften erfüllen diese Aufgabe im Auftrag des Freistaates Sachsen bereits seit vielen Jahren.

Nach einer Vorbereitungszeit von etwas weniger als acht Monaten war die Vergabe der Konzessionen Ende April 2018 bekanntgemacht worden. Erstmals erfolgte in Sachsen die Vergabe der Konzessionsverträge zur Luftrettung nach den neugefassten Regelungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.

Mit dieser Vergabe ist für die nächsten acht Jahre auch weiterhin eine qualitativ hochwertige Luftrettung im Freistaat gesichert.

© DRF Luftrettung

"Christoph 38" - DRF Luftrettung Station Dresden

Aufgrund der Nähe zu gleich drei Autobahnen (A4, A13, A17) wird die Besatzung des Dresdener Rettungshubschraubers häufig zu Pkw- und Lkw-Unfällen alarmiert. Während der Sommerzeit passieren zudem auf den Landstraßen im Einsatzgebiet zahlreiche Motorradunfälle. Viele Einsätze führen "Christoph 38" auch in die Sächsische Schweiz und ins Erzgebirge, wo es regelmäßig zu Freizeitunfällen beim Klettern, Wandern, Mountainbiken oder Skifahren kommt. Auch Such- und Rettungseinsätze vermisster oder verletzter Kletterer und Wanderer führt die Besatzung dort durch.

© DRF Luftrettung

Nach einer Ausschreibung war die DRF Luftrettung bereits seit dem 1. Januar 2002 für die Gesamtorganisation der Station in Dresden zuständig. Die Fliegerstaffel Ost der Bundespolizei stellte bis zum 5. Januar 2006 den Rettungshubschrauber des Typs BO 105 und die Piloten zur Verfügung. Am 6. Januar 2006 erfolgte die Flugbetriebsübernahme der Station durch die DRF Luftrettung. Die Station befindet sich am Flughafen Dresden. Von dort auf werden Notfalleinsätze in Dresden, Ostsachsen und Freiberg geflogen. Orte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Dresdner Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten erreichen.

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