Drogenprobleme in Sachsen

Im vergangenen Jahr starben in Sachsen 14 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Das sind fünf mehr als noch im Jahr 2012. Einer der Hauptgründe für den Anstieg ist auch die Verbreitung des Methamphetamins Crystal. +++

Sachsens Gesundheitsministertin Christine Clauß und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler waren heute in Leipzig unterwegs, um sich über Präventions- und Beratungsangebote zu informieren.

Die Droge Crystal Meth ist besonders in den grenznahen Regionen zu Tschechien weit verbreitet. Das Methamphetamin wird als euphorisierende Droge eingeordnet. Sie hat eine aufputschende Wirkung, die dazu führt, dass Gefühle wie Müdigkeit, Hunger oder Durst vom Körper ignoriert werden. Lässt die stundenlange Wirkung der Droge nach, folgen meist starke Depressionen und Psychosen.

Crystal Meth wurde bereits im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Unter den Spitznamen Panzerschokolade Stuka-Tabletten und Hermann-Göring-Pillen wurde die Droge besonders in den Blitzkriegen gegen Polen und Frankreich eingesetzt. Sie sollte das Angstgefühl der Soldaten und Piloten dämpfen und ihre Leistungsfähigkeit steigern.

In den vergangenen Jahren hat die Droge in allen Gesellschaftsschichten eine immer größere Popularität erlangt. Das ist auch in Sachsen besonders zu spüren.

Solche Einrichtungen sind beispielsweise das Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Altscherbitz und das Zentrum für Drogenhilfe im Städtischen Klinikum St. Georg. Hier wird nicht nur den betroffenen Süchtigen, sondern auch ihren Familien geholfen.

Diese sächsischen Einrichtungen gehen im bundesweiten Vergleich mit gutem Beispiel voran, wie Bundesdrogenbeauftragte Mortler anerkennend feststellte.

Das vorrangige Ziel bleibt jedoch natürlich, die Zahl der Drogenabhängigen zu verringern und die Präventionsarbeit noch weiter zu stärken.