Droht ein neues Weihnachtshochwasser?

An Heiligabend und an Weihnachten rieseln in weiten Teilen Deutschlands die Flocken und es wird frostig kalt.

Doch zuvor gibt es viel Regen und Tauwetter. Die Folge: Vor allem im Südwesten steigen die Flusspegel an.

„Besonders betroffen sind Mosel und Saar. Dort steigen die Pegel bereits rasch an. In Trier an der Mosel wurde bereits die 6-Meter-Marke überschritten. Besonders am Oberlauf der Mosel auf der französischen Seite regnet es stark und anhaltend. Zudem liegen die Temperaturen dort bei plus 6 bis 10 Grad. Auch in den Vogesen hat in allen Höhenlagen Tauwetter eingesetzt. Dort hat die Mosel ihren Ursprung“ erklärt Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET.

Laut Berechnungen von WETTER.NET wird das Tauwetter mindestens bis Donnerstagabend andauern. Dazu gibt es weiterhin Regen. „Wir erwarten, dass der Pegel der Mosel bei Trier auf 7,50 bis 8 Meter ansteigen wird. Die Marke von 7,50 Meter wird wahrscheinlich in der Nacht zu Donnerstag überschritten“ so Jung. Sollte die 8 Meter Marke überschritten werden drohen neben Straßensperrungen auch Überflutungen von Ortschaften entlang der Mosel und das genau zu den Weihnachtstagen.

Die Hoffnung liegt auf der kalten Luft. Sie soll im ab Donnerstagabend nach und nach in ganze Deutschland zurückkehren.

Am Heiligabend und am ersten Weihnachtstag rieseln fast überall mehr oder weniger stark die Flocken vom Himmel und bescheren Deutschland das erste nahezu flächendeckend weiße Weihnachtsfest seit 1986. „Wir erwarten Neuschneemengen zwischen 5 und 20 Zentimeter“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.