DSC Volleyball-Damen bleiben Deutsche Vizemeister

Wie bereits im Vorjahr hat sich der Schweriner SC im Finale gegen den Dresdner SC durchgesetzt und den Deutschen Meistertitel verteidigt. +++

Das Team von Trainer Teun Buijs gewann in einem dramatischen Finalrückspiel in Dresden mit 3:2 (25:14, 20:25, 25:23, 17:25, 15:9) und feierte damit nach 2001 und 2006 bereits das dritte Double. Insgesamt bejubelten die Schwerinerinnen den neunten Meistertitel nach der Wende, in der DDR hatte Schwerin sieben Meisterschaften für sich entschieden. 

Tröstende Worte kamen für die Dresdner von Oberbürgermeisterin Helma Orosz: „Die DSC Volleyball-Damen haben wieder einmal gezeigt, dass sie an der deutschen Spitze des Volleyballsports mitspielen, auch wenn sie den Sieg in diesem Jahr verfehlt haben. Die Volleyballerinnen haben bis zum Schluss gekämpft und vollen Einsatz gezeigt. Ich gratuliere der Mannschaft zum Vizetitel und drücke schon jetzt die Daumen, dass es bei der nächsten Deutschen Meisterschaft mit dem Sieg klappt“.

Nach dem 3:2-Sieg des SSC im Hinspiel am Mittwochabend in Schwerin starteten die Gäste auch beeindruckend in die zweite Finalpartie. Denise Hanke, Patricia Thormann & Co. brachte den Dresdner SC von Beginn an mit starken Aufschlägen aus dem Konzept. Den möglichen dritten Meistertitel der Vereinsgeschichte im Visier wirkten die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl zu Beginn verunsichert in allen Elementen. Zwischenzeitlich stand es 9:21; Schwerins Angreiferinnen, allen voran Mira Topic, punkteten nach Belieben. Gegen Ende des ersten Satzes fingen sich die Dresdnerinnen und die für Mareen Apitz eingewechselte zweite Zuspielerin Femke Stoltenborg brachte etwas Ruhe ins Spiel – wichtig für den zweiten Durchgang.

Denn wie so oft im Volleyball drehte sich das Spiel und plötzlich bestimmten die Dresdnerinnen das Spiel. Die wieder auf das Feld zurückgekehrte Regisseurin Mareen Apitz brachte die Schweriner Annahme mit gefährlichen Aufschlägen ins Wanken. Mit dieser Sicherheit im Rücken fand der DSC endlich richtig in die wichtigste Partie des Jahres, setzte sich auf den Außenpositionen durch, stabilisierte die Abwehr und erkämpfte sich auch die Bälle in der Abwehr. Schwerin kämpfte sich zwar nach 5:12-Rückstand über 13:16 zur zweiten technischen Auszeit zurück. Doch Dresden hielt den Druck in Aufschlag und Angriff hoch – Mittelblockerin Robin de Kruijf brillierte in dieser Phase – und nutzte den zweiten Satzball zum 1:1-Satzausgleich.

Durchgang drei brachte zunächst den erwartet engen Kampf um jeden Punkt. Schwerin war den Dresdnerinnen allerdings immer um einige Punkte voraus und entwickelte Mitte des Durchgangs mehr Durchschlagskraft und Variabilität im Angriff und zog mit 19:13 davon. Zwar starteten die Dresdnerinnen eine aufopferungsvolle Aufholjagd bis zum 23:24. Doch Schwerin blieb cool und nutzte die zweite Gelegenheit zum Satzgewinn.

Angetrieben von den 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena waren es wieder die Dresdnerinnen, die sich zu Beginn des vierten Durchgangs leicht absetzen konnten und diesen Vorsprung den gesamten Satz hinweg verteidigen konnten. Die Fans bejubelten euphorisch jeden Punktgewinn und die Laola schwappte durch den Hexenkessel. Zwar hatten die Zuschauer für Sitzplätze bezahlt, doch auf den Sitzen hielt es die Fans nun nicht mehr. Mit einer rundum kompromisslosen und konzentrierten Leistung inklusive starker Aufschläge und konsequent vorgetragener Angriffe zwang der DSC Pokalsieger Schwerin in den Tiebreak.

Der Logik dieses dramatischen Spiels folgend, erwischte nun wieder Schwerin den besseren Start und führte zum Seitenwechsel mit 8:2. Gestählt aus den nervenaufreibenden Partien im Viertelfinale gegen den VfB Suhl und im Halbfinale gegen Vilsbiburg präsentierten sich die Schwerinerinnen im Tiebreak einen Tick cleverer als Konkurrent DSC. Dresden gab zwar weder auf dem Feld noch auf den Rängen auf und kam noch einmal zum 6:9 heran. Doch Schwerins Topscorerin Mira Topic lief nach einer Verschnaufpause im vierten Durchgang wieder zu Hochform auf und ließ den Dresdnerinnen keine Chance. Anja Brandt verwandelte den letzten Ball der Saison 2011/12.

Quelle: Deutsche Volleyball-Liga, Stadt Dresden

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