Duldung erteilt – Luan darf vorerst bleiben

Leipzig – Die Geschichte des jungen Luan hat innerhalb weniger Tage für einigen Wirbel gesorgt. Am Donnerstag erteilte die Ausländerbehörde eine Duldung bis zum 23. März. Er und seine Familie können für einen weiteren Monat in Deutschland bleiben.

Ursprünglich war die Abschiebung des 18-Jährigen für Donnerstag geplant. In den letzten Tagen hatte sich jedoch eine breite Unterstützerfront für den jungen Kosovaren gebildet. Die von Mitschülern ins Leben gerufene Online Petition „Luan soll bleiben“ sammelte über 5300 digitale Unterschriften. Die Aktion ins Leben gerufen hatte der 16-Jährige Benjamin Heinsohn, der mit seinem emotionalen Appell überregional für Schlagzeilen sorgte.Für Kontroversen sorgten die Aussage von jungen CDU-Vertretern zu dem Fall. Dem Vorsitzenden der Schüler-Union Leipzig Christoph Leonhardt schlug im Netz eine Welle der Empörung entgegen. Leonhardt rechtfertigte zunächst die Abschiebung von Luan.

Luan konnte mit Hilfe des Sächsischen Flüchtlingsrates die Härtefallprüfung beantragen, wie es nach dem 23. März mit Ihm und seiner Familie weiter geht, ist derzeit noch offen. Die Abschiebehaft droht allerdings vorerst nicht.