Durchungsaktion der Dresdner Polizei: 2 Millionen Euro sichergestellt

Es handelte sich dabei im Wesentlichen um Immobilen, aber auch Bargeld, drei Autos, zwei Motorräder, antike Möbelstücke, hochwertige Uhren und Porzellan. Durchsucht wurden acht Wohnungen und zwei Firmensitze. +++

Im Rahmen einer Mitte August durchgeführten Durchsuchungsaktion in Dresden und Horstmar (NRW), die auch der Umsetzung gerichtlicher Arrestbeschlüsse diente, konnten Vermögenswerte in Höhe von mindestens 2 Millionen Euro bei sieben deutschen Tatverdächtigen sichergestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizei führen umfangreiche Ermittlungen gegen eine 23 jährige tschechische Frau und sieben Männer im Alter von 29 bis 43 Jahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges.

Den Tatverdächtigen wird eine Vielzahl von Betrugsstraftaten in dem Zeitraum 2005 bis 2009 zur Last gelegt. Sie verkauften unter insgesamt drei verschiedenen Unternehmensnamen sogenannte „Werbespiegel“ an selbständig tätige Personen im gesamten Bundesgebiet, wobei es sich überwiegend um Ärzte, Apotheker und Inhaber von Friseurunternehmen oder Fahrschulen handelte. Zugleich mit dem Kaufvertrag boten die Tatverdächtigen den Käufern den Abschluss eines Mietvertrags an, mit dem die Tatverdächtigen den „Werbespiegel“ für die Ausstrahlung von Werbebeiträgen anmieteten und den Käufern halbjährlich im Voraus zu zahlende Mietbeträge versprachen. Über diese Mietbeträge sollte nach Darstellung der Tatverdächtigen der Kaufpreis für den „Werbespiegel“ finanziert werden, den die meisten Käufer über wiederum durch die Tatverdächtigen vermittelte Leasingverträge mit dritten Leasingunternehmen finanzierten.

Auf diese Weise wurden die angesprochenen Personen dazu gebracht, die „Werbespiegel“ zu Kaufpreisen zwischen 12.000 Euro und 15.000 Euro zu erwerben. Tatsächlich handelte es sich bei den „Werbespiegeln“ um ein Fernsehgerät und einen DVD-Player in einem Aluminiumgehäuse mit einem Gesamtwert von höchstens 2.500 Euro. Die Tatverdächtigen hatten von Anfang an nicht vor, die abgeschlossenen Mietverträge zu erfüllen. In den meisten Fällen wurde nur eine halbjährliche Mietzahlung, in manchen Fällen höchstens zwei Mietzahlungen geleistet. Die Unternehmen waren irgendwann für die Käufer nicht mehr erreichbar. Nachdem die Mietzahlungen ausblieben, mussten die Käufer jedoch weiterhin die Leasingraten für die überteuerten Geräte zahlen. Den Kaufpreis selbst hatten die Tatverdächtigen zuvor bereits vollständig von dem Leasingunternehmen erhalten.

Quelle: Polizei Dresden

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