DVB-Kundenbarometer 2014: Wie zufrieden sind Sie mit den Leistungen der DVB?

Am Donnerstag sind die Ergebnisse des DVB-Kundenbarometers 2014, erhoben von TNS Infratest, veröffentlicht worden. Insgesamt 98 Prozent aller Kunden sind mit den Leistungen vollkommen zufrieden, sehr zufrieden oder zufrieden. +++

 

Insgesamt 98 Prozent aller Kunden sind mit den Leistungen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) AG vollkommen zufrieden, sehr zufrieden oder zufrieden.  Lediglich 2 Prozent sind weniger zufrieden oder gar unzufrieden. Das Unternehmen konnte sich im Rahmen des „ÖPNV-Kundenbarometers“ bei vielen der insgesamt 27 abgefragten Leistungsmerkmale gegenüber dem Vorjahr noch einmal steigern und musste lediglich in vier Punkten signifikante Rückgänge in der Kundenmeinung registrieren.

Äußerst zufrieden sind die Kunden vor allem mit dem Linen- und Streckennetz in Dresden. Auch die Fahrplanauskunft im Internet, die Persönliche Beratung im Servicecenter und viele weitere Leistungsmerkmale können sich sehen lassen.

Abstriche machen die Fahrgäste unter anderem beim Abendverkehrsangebot und bei den Haltestellen. Am wenigsten zufrieden sind sie mit den Informationen bei Störungen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Globalzufriedenheit mit der DVB erreichte mit 2,26 (Vorjahr: 2,38) den besten Wert seit Beginn dieser Befragung im Jahr 2000. Unter den 33 deutschlandweit teilnehmenden Verkehrsunternehmen belegt die DVB in der Gesamtzufriedenheit zum ersten Mal den Spitzenplatz. Und das trotz mehrerer Großbaustellen mit hohen Belastungen für die DVB-Fahrgäste wie Umleitungen und Ersatzverkehr im Umfragezeitraum. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Stadtwerke Münster und die üstra aus Hannover.

Für Reiner Zieschank, DVB-Vorstand für Technik und Finanzen, benachteiligen die derzeitigen Rahmenbedingungen den ÖPNV. „Beispielsweise tragen die Belastungen der Straßenbahnen mit der EEG-Umlage, die Verteilung von Geldern im Freistaat Sachsen zu Gunsten der Straße oder die oft fehlende Priorisierung von Bussen und Straßenbahnen in der Stadt Dresden nicht dazu bei, den umweltfreundlichen und leistungsfähigen ÖPNV schneller und zuverlässiger zu machen. Außerdem darf der ÖPNV beim Thema der Infrastruktur- und Fahrzeugerneuerung keinesfalls auf dem Abstellgleis landen.“ Und er fügt hinzu: „Unsere Straßenbahnen sind zu großen Teilen schon wieder 15 Jahre und älter. Die Busflotte erreicht ein Durchschnittsalter von acht Jahren. Die ältesten Wagen fahren seit 14 Jahren und haben knapp eine Million Kilometer auf Dresdens Straßen zurückgelegt. Wir dürfen nicht wie zu DDR-Zeiten alles auf Verschleiß fahren.“           

Die DVB AG stellt sich seit 15 Jahren regelmäßig dem Urteil ihrer Fahrgäste. Dazu wird das Marktforschungsinstitut TNS Infratest beauftragt, im Rahmen des so genannten „ÖPNV-Kundenbarometers“ die Zufriedenheit der DVB-Kunden zu erfragen. Immer zwischen März und Juni wird eine repräsentative Anzahl Fahrgäste verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten telefonisch befragt. Die Ergebnisse werden mit den Werten der teilnehmenden Unternehmen und dem Branchendurchschnitt verglichen.

Insgesamt bescheinigen die Dresdner ihrem Verkehrsunternehmen in diesem Jahr nach 2012 (Globalzufriedenheit 2,31) das beste Zeugnis seit Beginn der Befragung. Platz eins unter allen Teilnehmern belegen die DVB neben der Gesamtzufriedenheit beispielsweise bei den Merkmalen Linien- und Streckennetz, Fahrplanauskunft im Internet, Platzangebot und Informationen im Fahrzeug, Sicherheit an Haltestellen abends, Aktivitäten zur Umweltschonung, Fahrkartenverkaufsstellen und Fahrkartenautomaten.

Signifikant besser als 2013 bewerteten die Kunden unter anderem den Fahrscheinvertrieb, die persönliche Beratung, das Linien- und Streckennetz und die Sicherheit in Fahrzeugen. Alles sind so genannte Schlüsselmerkmale, die Fahrgäste als besonders wichtig einschätzen. Die Hybridbusflotte, der geplante Elektrobus, das Rasengleis, die Erweiterung des Jobtickets oder die per se elektrisch fahrende Straßenbahn haben bei den Dresdner Kunden offenbar dazu geführt, dass sich deren Bewertung der DVB-Aktivitäten zur Umweltschonung deutlich verbesserten. 

Am Abend- und Nachtverkehr hat sich grundlegend nichts geändert. Dresden verfügt traditionell über einen für deutsche Städte außergewöhnlich intensiven Nachtverkehr. Dennoch wird er in der Kundenmeinung schlechter als im Vorjahr bewertet. Ebenso wünschen sich die Fahrgäste trotz des ersten Platzes im Vergleich eine noch bessere Fahrplanauskunft im Internet und auf mobilen Geräten.

Allerdings liegt die Bewertung der DVB durch ihre Kunden bei fast allen abgefragten Merkmalen deutlich über dem Branchendurchschnitt und im vorderen Feld aller teilnehmenden Verkehrsunternehmen. Insgesamt 8 Mal Platz eins, 5 Mal Platz zwei und 3 Mal Platz drei stehen am Ende zu Buche. Allein bei 18 der abgefragten 27 Merkmale ist die DVB AG unter den ersten fünf Plätzen zu finden.

Traditionell schlecht bewertet werden Preis-Leistungs-Verhältnis und Tarifsystem. Mit Platz 11 von 33 am schlechtesten bewertet haben Kunden der DVB diesmal die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Dresdner Busse und Bahnen fahren ausschließlich auf Straßenebene. Dort gibt es zwangsläufig Einflussfaktoren auf die Pünktlichkeit wie Witterung, Verkehrsaufkommen oder Ampelsteuerung. Gerade bei der intelligenten Programmierung von Signalanlagen gibt es durchaus noch Potenzial für alle Verkehrsteilnehmer. Das Projekt zur Optimierung solcher Anlagen auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen Nürnberger Platz und Albertplatz liefert bereits  erste Ergebnisse. Das könnte auch auf anderen Verkehrszügen, wie beispielsweise am Bahnhof Mitte, Fahrzeit einsparen und damit die Zuverlässigkeit der Öffentlichen weiter erhöhen.  

Quelle: DVB AG

 

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