Dynamo Dresden entschuldigt sich für Krawalle in Dortmund

Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden distanzieren sich ausdrücklich von den Personen, die mit ihren Krawallen beim DFB-Pokalspiel dem Verein einen erheblichen, noch nicht absehbaren Imageschaden zugefügt haben. +++

Stellungnahme der SG Dynamo Dresden zu den Vorkommnissen beim Pokalspiel in Dortmund

Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden entschuldigen sich im Namen des Vereins und der Mehrheit der friedlichen Dynamo-Fans in aller Form bei Borussia Dortmund und allen Beteiligten für das absolut inakzeptable Auftreten einer Gruppe von unverbesserlichen und durch den Verein nicht zu tolerierenden Personen beim Auswärtsspiel in Dortmund.

Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden distanzieren sich ausdrücklich von diesen Personen, die sich über alle Grenzen des Tolerierbaren hinweggesetzt haben und dem Verein so bundesweit einen erheblichen und im Moment noch nicht absehbaren Imageschaden
zugefügt haben.

Beim DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und der SG Dynamo Dresden am Dienstagabend, dem 25.10.2011, kam es vor, während und nach dem Spiel im und am „Signal Iduna Park“ wiederholt zu Auseinandersetzungen von Personen aus dem Dresdner Zuschauerbereich mit Anhängern des Heimvereins sowie Einsatzkräften der Polizei. Außerdem wurden mehrere bengalische Feuer, Kanonenschläge und Böller unkontrolliert im Zuschauerbereich und im Stadioninnenraum gezündet!

„Dieses Pokalspiel beim Deutschen Meister sollte für alle Dresdner ein echtes Highlight verbunden mit der Rückkehr auf die große Bühne des Deutschen Fußballs werden. Es ist traurig mit anzusehen, wie eine Gruppe unverbesserlicher Personen den friedlichen Auftritt von mehr als 12.000 echten Dynamo-Fans und den respektablen Auftritt unserer Zweitliga-Mannschaft am gestrigen Abend durch ihr rücksichtsloses und gefährliches Handeln ins Abseits gestellt haben. Das Verhalten dieser Personen und dem damit verbundenen bundesweiten Imageschaden für die SG Dynamo Dresden können und werden wir unter keinen Umständen tolerieren“, erklärte Geschäftsführer Volker Oppitz am Mittwochnachmittag.
 
Das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund hat wieder einmal in drastischer Art und Weise das differente Verhalten der Dresdner Fans bei Heim- und Auswärtsspielen gezeigt. Nach den neuerlichen Vorfällen im Gästeblock beim Auswärtsspiel in Ingolstadt und Duisburg sowie dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wurde dem Verein zeitgleich mit den Geschehnissen in Dortmund am Dienstagabend aufgrund des Einsatzes von pyrotechnischen Erzeugnissen und rassistischer Gesänge eine Geldstrafe in einer Höhe von insgesamt 20.000 Euro durch das
Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes auferlegt.

Außerdem steht noch eine weitere Strafe für Becherwürfe im Heimspiel gegen Alemannia Aachen aus. Insgesamt musste der Verein in dieser Spielzeit nach vierzehn ausgetragen Pflichtspielen bisher bei fünf Vorfällen 27.000 Euro an Strafe an das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes entrichten.

„Wir sind mit der Unterstützung der Kampagne ‚Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren’ in der Vergangenheit auf unsere Fans zugegangen, weil wir ein Umdenken im Umgang mit Pyrotechnik festgestellt hatten. Was nun in Dortmund passiert ist, zerstört das vertrauensvolle Miteinander. Daher haben wir uns entschlossen von der weiteren Unterstützung der Kampagne abzusehen! Die Vorkommnisse beim Spiel in Dortmund haben jegliche Basis für ein vertrauensvolles Miteinander was die Unterstützung der Kampagne ‚Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren’ betrifft, zerstört“, erklärte Volker Oppitz und fügte hinzu: „Wir befinden uns seit Ende der letzten Saison in einem noch intensiveren Dialog mit unserer aktiven Fanszene, um negative Vorkommnisse im Rahmen der Spiele zu vermeiden. Wir erwarten von den bisherigen Gesprächspartnern und Vertretern der Dresdner Fanszene zeitnah eine klare Positionierung zu den bisherigen Vorfällen in der laufenden Zweitliga-Saison und speziell zu den absolut inakzeptablen Vorkommnissen beim Pokalspiel in Dortmund! Diese Positionierung sehen wir als grundlegende Voraussetzung und Bedingung zur Weiterführung des Dialogs mit den Vertretern unserer Fanszene an.“

Bereits zu Beginn der Spielzeit hatten die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden gegenüber Vertretern der Fanszene mögliche Maßnahmen sowie Konsequenzen im Falle eines wiederholten Fehlverhaltens benannt. Nach weiteren internen Beratungen wird der Verein diese entsprechend kommunizieren. Die Verantwortlichen der SGD müssen bis Freitag, dem 28.10.2011, um 15 Uhr, zu den Vorkommnissen beim BVB Stellung beziehen.

Quelle: SG Dynamo Dresden

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