Dynamo Dresden fährt ohne Florian Jungwirth und Fans nach Unterhaching

Morgen spielt Dynamo Dresden in Unterhaching. Dort muss Trainer Matthias Mauksch auf seinen Abwehrchef Florian Jungwirth verzichten, der sich am Wochenende gegen Ingolstadt einen Kreuzbandriss zuzog. Und auch der zwölfte Mann, die Dynamo Fans, dürfen nicht dabei sein. +++

Die Freude über die starke Dynamo-Leistung beim 2:0 gegen den FC Ingolstadt am Samstagnachmittag währte nur kurz: Am Abend ereilte Trainer und Mannschaft die Nachricht, dass Florian Jungwirth einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten hat. Der Innenverteidiger hatte sich die Verletzung bei einem Zweikampf an der Grundlinie in der 40. Spielminute zugezogen. Nach einer Behandlungspause war er kurz ins Spiel zurückgekehrt, musste wenig später aber endgültig ausgetauscht werden.

Am späteren Nachmittag ergab eine MRT-Untersuchung im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt die bittere Diagnose. Jungwirth, der Anfang der Woche in Augsburg von Dr. Ulrich Boenisch operiert wird, blickt schon wieder nach vorn: „Im ersten Moment war ich natürlich todtraurig, aber ich kann es nicht mehr ändern. Es hat keinen Sinn, lange zu trauern. Ich bin froh, dass ich so schnell die OP bekomme, danach geht es wieder bergauf. Ich habe dann die ganze Sommerpause Zeit und will Mitte der Hinrunde zurück sein.“ Trainer Matthias Mauckch sagte: „Es ist seine erste gravierende Verletzung. Ich hoffe, dass er sich so schnell wie möglich erholt und freue mich auf die gemeinsamen Aufgaben, wenn er wieder gesund ist.“ Die Szene der Verletzung erlebte der 21-Jährige so: „Es war eine Routine- Aktion, ich wollte die Ecke verhindern, beim Aufkommen habe ich mir das Knie so verdreht, dass es geknackt hat. Weil ich bei der Kniestreckung keine Schmerzen hatte, bin ich aber noch mal auf den Platz zurückgekehrt. Das Gefühl im Knie war aber schwammig und nach dem nächsten, harmlosen Zweikampf bin ich liegen geblieben und musste raus.“

Neben dem Winter-Neuzugang wird auch Torschütze Timo Röttger den Schwarz-Gelben vorerst fehlen. Er zog sich bei einem Sprint in der ersten Halbzeit einen Muskelfaserriss in der rechten Oberschenkelrückseite zu und musste kurz nach Wiederanpfiff ausgewechselt werden. „Florian und Timo waren sehr wichtig für uns. Jetzt müssen wir versuchen, sie gleichwertig zu ersetzen“, so Matthias Maucksch. Mit diesem schweren Schlag bleibt das große Verletzungspech den Dresdnern treu: Auch David Solga (Schien- und Wadenbeinbruch) und Sascha Pfeffer (Syndesmosebandriss) fallen noch monatelang aus.

Zudem muss Matthias Maucksch nach vier englischen Wochen auf vier weitere Spieler verzichten, deren Rückkehr in dieser Saison jedoch möglich scheint: Timo Röttger, Gerrit Müller (ebenfalls Muskelfaserriss), Jonas Strifler (Schambeinentzündung) und Tore Andreas Gundersen (Sprunggelenksprobleme). Für Maucksch sind diese Ausfälle eindeutig der hohen Belastung wegen des engen Terminplans zuzuschreiben: „Wir haben derzeit einen hohen Verschleiß. Aber diese Situation ist auch eine Chance für die Spieler, die vorher nicht zur Stammformation gehörten, sich in den Vordergrund zu spielen.“

Abgesehen von den vielen Verletzten muss das Team von Matthias Mauksch morgen auch auf die Unterstützung der Dresdner Anhänger verzichten. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte nach den negativen Vorfällen beim Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt sowie bei den Auswärtsspielen beim VfL Osnabrück und bei Erzgebirge Aue eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro für den Verein sowie den Ausschluss der Anhänger der SGD vom Auswärtsspiel am 13. April 2010 bei der SpVgg Unterhaching beantragt: „Der Gästefanblock hat in diesem Spiel frei zu bleiben“, hieß es im Strafantrag. Als Kompensation gegenüber dem Heimverein wird Dynamo zu einer pauschalisierten Schadenersatzzahlung in Höhe von 6.000 Euro an die SpVgg Unterhaching verpflichtet.

Quelle: SG Dynamo Dresden

Weitere Informationen sowie ein Interview mit Kapitän Thomas Hübener sehen Sie im Video.

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