Dynamo Dresden – Fortuna Düsseldorf: Nach schwachen 90 Minuten reicht es nur zum remis

Vor dem Regionalligaknaller zwischen den beiden Ex-Bundesligisten Dynamo Dresden und Fortuna Düsseldorf  hatte der Dresdner Coach mal wieder tief in die Trickkiste gegriffen.

Zu Spielbeginn trauten viele ihren Augen nicht. Völlig überraschend brachte Peter Pacult das Sturmtalent Alexander Ludwig von Beginn an.  

Die Gelb-Schwarzen hatten sich nach der Auswärtspleite in Osnabrück viel vorgenommen und wollten die verlorengegangenen Punkte im Harbigstadion einfahren um sich an der Tabellenspitze festzusetzen. 

Wegen der Rot-Sperre von Votava kam Levente Csik wieder zum Zug. Der 32-Jährige Routinier musste aber schon nach 10 Minuten wieder vom Feld.   Nach einem rüden Foul von Jens Langeneke, dass der völlig überforderte Schiedsrichter nicht mal mit Gelb bestrafte, musste der Rumäne minutenlang behandelt werden.  Kurz darauf wurde er wegen Verdacht auf Bänderriss gegen Christian Hauser ausgetauscht.  

In den ersten 30 Minuten war es ein sehr, sehr magerer Kick. Es gab von beiden Teams nicht eine echte Torchance. In der Folgezeit war es einzig Alex Ludwig, der auf Seiten der Gastgeber immer wieder versuchte Impulse nach vorn zu setzen.  

In der 38. Spielminute tauchte der 22-jährige erstmals gefährlich vor dem Kasten der Gäste auf und konnte nur mit einer Grätsche gestoppt werden. Schiri Schempershauwe zeigte nach der Situation nicht auf den Elfmeterpunkt – eine grenzwertige Entscheidung.  

Doch die Leistung des unparteiischen Trios sollte sich auch in der Folge nicht verbessern.   Die Pfiffe waren in vielen Situationen viel zu kleinlich und zerstörten den Spielfluss der ohnehin schlechten Partie völlig.  

Fortunas Oliver Barth hatte kurz vor der Pause den Ball am Boden liegend an  die  Hand bekommen. Alle forderten Strafstoß für Schwarz-Gelb. Der Unparteiische zeigte sich von der Kulisse unbeeindruckt und ließ Weiterspielen.  

Bis zur Pause passierte nichts mehr.   Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich dann ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst hatten die Gastgeber von der Elbe mehr vom Spiel und kamen zu mehreren  Großchancen in Folge. Immer wieder war es Ludwig der mit seinen Ideen vorn für Wirbel sorgte. Doch leider konnten Koziak und Vorbeck ihre Chancen nicht nutzen.   In der 60. Minute hatte Ludwig die nächste Chance zum Siegtor. Doch sein super geschossener Freistoß aus 20 Metern knallte nur an die Querlatte. Nachdem Vorbeck zuvor schon nur den Pfosten traf, war die Partie nun an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Wo es in der ersten Hälfte an der Genauigkeit bei den Zuspielen lag, kam nun auch noch Pech dazu.  

In der 69. musste Dynamo dann froh sein einen Spitzentorhüter in seinen reihen zu haben. Wolf hämmerte das Spielgerät von der Strafraumgrenze aufs Tor. Berbig parierte mit einem Reflex. 

Dresden versuchte auch in den Schlussminuten noch für Gefahr vorm gegnerischen Kasten zu sorgen, kam aber nicht mehr zu einem Treffer.

Am Ende konnte man sich über den einen Punkt sogar noch freuen, denn die Konkurrenz hat für die Schwarz-Gelben gespielt. Osnabrück unterlag in Magdeburg mit 2:0 und die beiden Top-Favoriten der Liga, Kiel und Lübeck, trennten sich 1:1.

Fazit: Für beide Teams ein sehr mageres Spiel. Schwarz-Gelb hatte neben dem schwachen Schiedsrichter-Gespann viel mit seinen eigenen Ungenauigkeiten zu kämpfen.
 
Für die Düsseldorfer ist der Punkt auf jeden Fall zu wenig, um oben mitzuspielen.   Nun ist Wuppertal an der Tabellenspitze, Punktgleich mit Union, Bremen II und Dynamo. 

Und an ein Aufstiegsduell gegen Wuppertal haben alle Anhänger der Elbestädter sicher noch gute Erinnerungen.  

Mit dem Landespokalspiel am Mittwoch gegen Bischofswerda kann sich Dynamo vielleicht wieder Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben holen.

Doch auf die leichte Schulter sollte der Bezirksligist mit Tradition nicht genommen werden.

                                                                                                                                        AS