Dynamo Dresden zahlt 24.000 Euro Strafe

Und jetzt drohen dem Verein auch “Geisterspiele“! +++

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat die SG Dynamo Dresden nach den Vorfällen in den Gästeblöcken bei den Drittliga- Auswärtsspielen gegen Babelsberg und Offenbach und insbesondere für mehrere Vorkommnisse in Osnabrück sowie die maßlos übertriebenen „Feierlichkeiten“ nach dem Sieg im Relegationsrückspiel und dem damit einhergehenden Zweitliga-Aufstieg zu einer Geldstrafe von insgesamt 24.000,- Euro verurteilt. Allein das Osnabrück-Spiel schlug dabei mit 20.000,- Euro zu Buche! „Mir ist es immer noch absolut unbegreiflich, dass eine Gruppe von Personen im Dynamo-Fanblock insbesondere beim Relegationsrückspiel in Osnabrück durch ihr unsägliches und durch nichts zu rechtfertigendes Fehlverhalten gar den Zweitliga-Aufstieg gefährdet hat!“

Dies erklärte Geschäftführer Volker Oppitz am Dienstagvormittag nachdem er dem DFB-Urteil zugestimmt hatte und ergänzte unmissverständlich: „Wie kann es sein, das unsere Spieler in der Relegation mit großer Leidenschaft und Emotion für die Sportgemeinschaft alles Menschenmögliche aufbringen, um Dynamo mit dem Aufstieg wieder in eine von uns allen lang ersehnte sportlich und wirtschaftlich bessere Zukunft zu führen, und gleichzeitig Personen – ich will und kann in diesem Zusammenhang nicht länger von Anhängern oder Fans des Vereins sprechen – im eigenen Fanblock mit dem Werfen von Bierbechern, Sitzschalen und diversen anderen Gegenständen in Richtung des Schiedsrichterassistenten und der gegnerischen Spieler gar einen Spielabbruch provozieren. Damit brachten diese Personen auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga in große Gefahr. Und letztlich stellten sie damit die Existenz unseres Vereins in Frage. Dies erschüttert mich zutiefst! Ich habe mich schon vor einigen Wochen mit aller Deutlichkeit von diesem unfassbaren Fehlverhalten distanziert und tue dies abermals nachdrücklich!“
 
„Der Verein SG Dynamo Dresden musste in der Spielzeit 2010/11 bereits fünfmal wegen Vorkommnissen aus dem Zuschauerbereich mit Geldstrafen belegt werden“, heißt es in der Urteilsbegründung des DFBSportgerichts. „Der DFB-Kontrollausschuss berücksichtigt zu Gunsten der SG Dynamo Dresden, dass der Verein die Vorfälle bedauert und sich hierfür entschuldigt hat. Straferschwerend fällt ins Gewicht, dass der Verein bereits wiederholt sportgerichtlich in Erscheinung getreten ist und es sich um schwerwiegende Vorfälle handelt.“

Die SG Dynamo Dresden hat in der vergangenen Saison über 50.000 Euro für das „unsportliche Verhalten“ der eigenen Anhänger aufbringen müssen. „Dass dies ein immenser wirtschaftlicher Schaden für uns bedeutet, brauche ich in Anbetracht unserer finanziellen Situation niemandem zu erklären“, machte Volker Oppitz unmissverständlich klar. Jetzt drohen dem Verein außerdem empfindliche Sanktionen: „Dem Verein wird hiermit ausdrücklich angedroht, dass bei einem erneuten gravierenden Vorfall bei einem Meisterschaftsspiel der 2. Bundesliga oder einem DFB-Vereinspokalspiel ein oder mehrere Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder eine Platzsperre in Erwägung zu ziehen sind“, teilte Norbert Weise, stellvertretender Vorsitzender des DFBKontrollausschusses, den Verantwortlichen der SGD mit. Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden tolerieren in keiner Weise das Fehlverhalten – welcher Art auch immer – der eigene Anhänger! Der Verein verurteilt Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf das Schärfste! Außerdem wird das Werfen von Gegenständen – weder bei Heim- noch bei Auswärtsspielen – in den Innenraum des Stadion in keiner Weise geduldet.

Die Verantwortlichen der SGD distanzieren sich ausdrücklich von Besuchern, die sich über das Verbot von Pyrotechnik hinwegsetzen und so dem Verein schaden. Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden werden in der Konsequenz der jüngeren Ereignisse zeitnah ein offenes und lösungsorientiertes Gespräch mit den Vertretern der aktiven Dresdner Fanszene suchen. Die Vereinsführung wird darüber hinaus mit allen Mitteln das Ziel verfolgen, Schaden in welcher Form auch immer vom Verein fernzuhalten. Deshalb behalten sich die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden in letzter Konsequenz auch vor, bei weiteren „gravierenden Vorfällen“ in der Zweiten Bundesliga generell auf das Auswärtskartenkontingent zu verzichten, um größeren Schaden vom Verein abzuhalten.

Quelle: Dynamo Dresden

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