Dynamo – Maßnahmenkatalog gegen eigene Anhänger

Dresden – Eine Woche nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Karlsruhe haben die Verantwortlichen von Dynamo Dresden am Montag Stellung bezogen. In der außerordentlichen Pressekonferenz kündigten sie drastische Konsequenzen an.

Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog will Dynamo Dresden künftigen Ausschreitungen bei Auswärtsspielen entgegenwirken. Das betonten die Verantwortlichen auf der Pressekonferenz und distanzierten sich erneut vom Auftritt der eigenen Ultras beim letzten Auswärtsspiel in Karlsruhe. In der kommenden Saison werde es deshalb keine Auswärtsdauerkarten für Dynamo-Ultras geben. Zudem werde bei Auswärtsspielen ein Sicherheitszuschlag von zwei Euro erhoben. Auch ein kompletter Verzicht auf Auswärtstickets ist künftig nicht ausgeschlossen. Da die Aktionen der Randalierer aber nicht nur den Verein, sondern auch die Sponsoren in ein schlechtes Licht rücken, führten die Verantwortlichen bereits Gespräche mit den Unterstützern.

Bereits am Freitag erläuterten Minge und Born die besondere Situation bei der Präsidiumstagung des DFB. Montag folgte ein zweistündiges Treffen mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert und der Polizei. Das Strafmaß des DFB steht noch aus. Bis zum 31. Mai wird Dynamo eine eigene Stellungnahme einreichen. Erst danach wird der Verband ein Urteil fällen. Sollten die Maßnahmen bei der Anhängerschaft nicht fruchten, schließt Sportgeschäftsführer Ralf Minge einen Rücktritt nicht mehr aus.