Dynamo misslingt die Adlerjagd

Dynamo hat am Montagabend seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Die Schwarz-Gelben unterlagen der Eintracht aus Frankfurt deutlich mit 1:4. Dies bedeutet die sechste Niederlage in der noch jungen Saison. +++

Vorfreude und Motivation waren vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt die bestimmenden  Gefühle im Umfeld von Dynamo. Doch nach 90 Minuten stand nur noch die Enttäuschung in den Gesichtern der Spieler, Offiziellen und Fans. Der Bundesliga-Absteiger ließ über die gesamte Spielzeit keinen Zweifel aufkommen, in Dresden weitere drei Punkte für die Mission Wiederaufstieg einsammeln zu wollen.

Nachdem die Begegnung in den ersten 30 Minuten ausgeglichen war, beide Mannschaften sich in ihren Offensivbemühungen abwechselten, ließ Cristian Fiel mit seinem Führungstor durch einen direkt getretenen Freistoß, der von der Frankfurter Mauer noch abgefälscht wurde, die Dynamofans von der nächsten Überraschung träumen, doch innerhalb von neun Minuten holte Theofanis Gekas das ganze Stadion wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Mit einem Doppelschlag brachte der Grieche noch vor der Pause die Hessen in Front. Zweimal war er freistehend per Kopf zur Stelle und nutzte die Lücken in der Dynamo-Abwehr eiskalt aus.

Mit Beginn der zweiten Hälfte ließen die Dynamos erkennen, dass sie der Eintracht nochmal Paroli bieten wollten, doch die Frankfurter Mannschaft bewies ihre Klasse und konnte im weiteren Verlauf die Partie weitestgehend kontrollieren. Oft erkämpften sich die Schwarzgelben mit Kampf und Leidenschaft die Bälle, doch zu schnell landeten diese wieder beim Gegner. Als die Mannschaft von Ralf Loose in den letzten zehn Minuten mit dem Fans im Rücken nochmal auf Angriff schaltete, brillierte die Eintracht mit Konterfußball. Zweimal stand Mohamadou Idrissou frei im Strafraum und brauchte das Leder nur noch mit dem Fuß über die Linie zu drücken. 

Am Ende stand ein 1:4 an der Anzeigetafel, dass für die Eintracht verdientermaßen ausfiel, für Dynamo aber zu hoch. Wichtig wird nun sein, wie Trainer Ralf Loose die Moral der Mannschaft vor dem nächsten Auswärtsspiel gegen 1860 München aufrecht erhalten kann.

Stimmen aus der Pressekonferenz:

Armin Veh: „Insgesamt war das eine souveräne Leistung meiner Mannschaft. In der ersten Hälfte haben wir noch zu viele  Bälle verloren. Die Führung vor der Halbzeitpause war für uns sehr wichtig. In der zweiten Hälfte haben wir unsere spielerische Klasse gezeigt, hatten auch die Räume für unser Spiel, weil der Gegner müde wurde. So konnten wir die Punkte mitnehmen, auch wenn der Sieg am Ende vielleicht zu hoch ausgefallen ist.“

Ralf Loose: „Wir haben für unsere Verhältnisse zu Beginn gut mitgehalten, haben dann aber zu unkonzentriert gespielt. Bei Standards hatten wir mehrere gute Szenen, die wir aber nicht nutzen konnten. Wenn man in der 31. Minute mit 1:0 führt, sollte man zumindest nicht mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen. In der Kabine habe ich an die Moral meiner Spieler appelliert, aber wir haben nicht die spielerischen Mittel gefunden, um nochmal in die Begegnung zurückzukommen. Die späten Gegentore durch Konter sind auf die Klasse der Frankfurter zurück zu führen.“

Aufstellungen:

Dynamo: Eilhoff – Gueye, Subasic, Jungwirth, Bregerie – Solga, Koch, Trojan (68. Papadopoulos), Fiel (C) (68. Heller) – Dedic (75. Knoll), Poté – Trainer: Loose

Frankfurt: Nikolov – Schildenfeld, Djakpa, Anderson, Jung – Schwegler, Köhler, Rode (67. Lehmann), Meier – Gekas (72. Hoffer), Idrissou – Trainer: Veh

Tore:

1:0 Fiel (31.)
1:1 Gekas (35.)
1:2 Gekas (40.)
1:3 Idrissou (84.)
1:4 Idrissou (87.)

Zuschauer: 28.976

Gelbe Karten: Heller, Jungwirth

Schiedsrichter: Wolfgang Stark

Quelle: SG Dynamo Dresden

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