Dynamo: Unverständnis über Spielabsage

Bei Dynamo Dresden herrscht Unverständnis über die kurzfristige Absage des Drittliga-Spiels gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag.+++

Schiedsrichter Patrick Ittrich aus Hamburg hatte die für 14 Uhr angesetzte Partie 75 Minuten vor dem Anpfiff abgesagt. Die SGD hatte das Hausrecht für das „glücksgas stadion“ von der Stadion Dresden Projektgesellschaft wie üblich mit einer Stadionabnahme am Freitagvormittag übernommen. Dabei war ein sehr weicher Platz aufgefallen, vor allem in den Strafräumen war der Boden knöcheltief. Daraufhin regte Dynamo eine Platzbegehung unter Verantwortung des Schiedsrichters an, diese wurde am Freitagabend um 20.30 Uhr durchgeführt. Auch Vertreter des Gastvereins waren zugegen. Da der Platz sich zu diesem Zeitpunkt allerdings wieder in bespielbarem Zustand präsentierte, gab es von keinem der Beteiligten Einwände gegen eine Durchführung des Spiels. Eine in besonders kritischen Situationen übliche erneute Begehung am Samstagmorgen wurde nicht als notwendig erachtet.

Umso größer war die Überraschung, als der Rasen am Samstagvormittag fest gefroren war. Die Hoheit über die technischen Anlagen, wie beispielsweise die Rasenheizung, die Haustechnik oder das Flutlicht verbleibt zu jeder Zeit bei den Mitarbeitern des Stadionbetreibers. Dadurch hat und hatte Dynamo zu keiner Zeit Einfluss auf die Regulierung der Rasenheizung und somit auf die Herstellung eines bespielbaren Zustands des Rasenplatzes. Den Verein erreichten zu keinem Zeitpunkt Hinweise, dass die Bespielbarkeit des Platzes zum Zeitpunkt des Anstoßes gefährdet sein könnte.

Zudem besagt die „DFB-Richtlinie für die Beurteilung über die Bespielbarkeit von Sportplätzen“, dass „auch bei hartgefrorenem Spielfeldboden ein Bespielen der Sportfläche möglich ist“. Insofern kam die Absage schließlich völlig überraschend.

„Am Freitag war der Platz weich, Samstagfrüh fest gefroren. Es ist für uns absolut nicht nachvollziehbar, dass so etwas in einem modernen Stadion passieren kann“, sagte Geschäftsführer Volker Oppitz. „Da vom Betreiber die Entscheidung getroffen wurde, die Rasenheizung im Winter zum Einsatz zu bringen, gehen wir natürlich davon aus, dass sie jederzeit so reguliert wird, dass wir hier unsere Spiele durchführen können. Dabei müssen wir uns auf die Ausbildung und Expertise des Stadionbetreibers und seiner Mitarbeiter und natürlich auf die Qualität der vorhandenen Technik verlassen, einen direkten Einfluss haben wir auf die Anlagen nicht. Nun erwarten wir, dass dieser offensichtliche Mangel schnellstens behoben wird und die Stadionbetriebsgesellschaft für den entstandenen Schaden die Verantwortung übernimmt.“
 
Nichtsdestotrotz bittet Dynamo seine Fans um Entschuldigung für das entgangene Fußballerlebnis und dankt allen für das vernünftige Verhalten beim Verlassen des Stadions. Ein Nachholtermin für die ausgefallene Partie steht noch nicht fest, die Eintrittskarten und auch die damit verbundene Rabattaktion behalten ihre Gültigkeit.

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