E-Busse und neue XL-Bahnen: so investieren die LVB

Leipzig- Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) investieren in diesem Jahr 138 Millionen Euro. Unter anderem stehen 17 neue XL-Bahnen und 19 Elektrobusse auf dem Einkaufszettel. Auch das Verkehrsnetz wird weiter ausgebaut und erneuert - mit Folgen für die Pendler.

138 Millionen Euro - diese Summe wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in diesem Jahr im Stadtgebiet investieren. Alleine in neue Fahrzeuge fließen 65 Millionen Euro, ins das Netz noch einmal 39 Millionen zusätzlich. Und das, obwohl es für die LVB durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich angespannt war und ist, sagt Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Sperrungen und Umleitungen drohen

Investiert wird in diesem Jahr auch in den Ausbau und die Erneuerung der Gleise. Für Fahrgäste bedeutet das Sperrungen und Umleitungen an gut einem Dutzend Punkten in der Stadt. Das ist zum Beispiel am Martin-Luther-Ring. Hier wird von Ende Juli bis Ende Oktober der Abschnitt vom Wilhelm-Leuschner-Platz bis zur Karl-Tauchnitz-Straße saniert. Auch die Steige C und D der Haltestelle am Hauptbahnhof werden monatelang saniert. Kosten für alle Baumaßnahmen rund 39 Millionen Euro.

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E-Busse kommen - zunächst auf Probe

Auf der Einkaufsliste stehen in diesem Jahr insgesamt 17 neue XL-Straßenbahnen. Auch der Aufbau einer E-Bus-Flotte ist für dieses Jahr geplant, sagt Ronald Juhrs, Geschäftsführer Technik und Betrieb. Der Probebetrieb soll Ende April beginnen. Die insgesamt 21 E-Busse sollen zunächst auf der Linie 89 rollen. Im Regelbetrieb dann auch später auf den Linien 74 und 76. 

Erweitert wird unterdessen ebenfalls das "Flexa"-Angebot. Eine Mischung aus Shuttle und Taxi bindet bislang nur Anwohner im Leipziger Norden besser an den öffentlichen Nahverkehr. Ab 1. April werden auch Teile im Süden, genauer in Probstheida, Meusdorf und Holzhausen angefahren.