Eagles zurück in Erfolgsspur

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig können es doch noch.

Nach drei Punkspiel-Niederlagen und der Pokalpleite letzte Woche schlugen die Eagles am Samstagabend die BC Wolfenbüttel Wildcats mit 85:69 (48:32) und kehrten damit in die Erfolgsspur zurück.

Bei dem ungefährdeten Sieg gegen das Schlusslicht war Annika Danckert nicht zu stoppen. Die Nationalspielerin erzielte vor den Augen von knapp 350 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße nicht nur 32 Punkte bei einer Trefferquote von 65 Prozent, sondern schaffte zudem noch neun Rebounds, sechs Assists und sechs Steals. Aber auch die drei Neuzugänge Kyle DeHaven, Lucie Müllerova und Györgyi Öri überzeugten bei ihrem Debüt.

„Das ist doch ganz gut“, kommentierte Danckert ihre Leistung mit einer ordentlichen Prise Understatement. „Kyle hat einen guten Job gemacht. Davon habe ich profitiert.“ In der Tat erwies sich die erst am Donnerstag verpflichtete Amerikanerin als Volltreffer, machte das Spiel schnell, dirigierte ihre Mitspielerinnen und ermöglichte ihnen durch knackige Defensive und atemberaubende Pässe viele Würfe. Kurz: Sie war der erhoffte Motor der Partie. Dass sie letztlich mit acht Punkten, zehn Assists und acht Steals nur knapp an einem Triple Double vorbeischrammte, störte sie herzlich wenig: Das war wunderbar , freute sie sich nach Abpfiff. „Ich liebe dieses Team.“

DeHaven war es auch, die nach leicht nervösem Beginn des BBVL das Zepter in die Hand nahm und die Adler zusammen mit Kapitän Cornelia Janzon 11:6 in Front brachte (6.). Von da an hielt sie die Fäden fest in der Hand und sorgte dafür, dass auch Neuzugang Györgyi Öri nur zwei Minuten nach ihrer Einwechslung zu ihren ersten Punkten in der Bundesliga kam. Das ungarische Talent wurde am Freitag erst 18 Jahre alt und unterschrieb da einen Zwei-Jahres-Vertrag. Zusammen mit dem dritten Neuzugang Lucie Müllerova und Danckert hatte sie maßgeblichen Anteil an der deutlichen 23:13-Führung nach dem ersten Viertel.

Danach ließen die Eagles nicht locker. Denn nun kam auch Elena Diaz besser ins Spiel und erhöhte zusammen mit dem dritten Neuzugang Lucie Müllerova auf 39:15 (15.). Ein Vorsprung, der bis zur Halbzeit einzig durch die beiden starken Wolfenbütteler Center Nica Gemo (29 Punkte, 11 Rebounds) und Anita Teilane (20, 15) auf 16 Zähler schmolz (48:32). Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gastgeberinnen etwas das Tempo heraus, hielten den Gegner aber immer mindestens zehn Punkten auf Abstand.

Selbst BBVL-Coach Ritz Ingram war zufrieden: „Das war streckenweise sehr gut. Wenn ich die Leistung des Teams mit der in den vergangenen Spielen vergleiche und unsere drei Neuen sehe, dann haben wir in den letzten Tagen alles richtig gemacht.“